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Schimmel an Wänden und Decken mit weißem Essig entfernen

Frau reinigt mit Sprühflasche und Tuch Schimmel von Wohnzimmerwand neben Fenster und Sofa.

Schimmel an Wänden und Decken entsteht meist in feuchten, schlecht gelüfteten Räumen oder dort, wo Feuchtigkeit durch Undichtigkeiten eindringt. Viele versuchen, das Problem mit Chlorbleiche oder Spülmittel zu beseitigen. Das bringt jedoch nicht immer den gewünschten Erfolg – besonders bei porösen Oberflächen, wenn der Schimmel nach wenigen Tagen erneut auftritt. Bei leichten Fällen kann weißer Essig eine einfache Alternative sein, allerdings immer in Verbindung mit ausreichender Lüftung, Schutzmaßnahmen und der Beseitigung der Feuchtigkeitsursache.

Warum bildet sich Schimmel an Wänden und Decken?

Schimmel benötigt Feuchtigkeit, um zu wachsen. Deshalb findet er sich häufig in Badezimmern, Küchen, unzureichend gelüfteten Schlafzimmern, an Wänden nahe einer Undichtigkeit sowie an Decken, an denen sich Kondenswasser bildet. Mitunter sieht der Befall zunächst wie gewöhnlicher Schmutz aus. Ein muffiger Geruch und dunkle Flecken weisen jedoch auf zu viel Feuchtigkeit im Raum hin.

Vor dem Reinigen sollte die Ursache geklärt werden. Bei einem Leck, eindringender Feuchtigkeit oder einer dauerhaft nassen Wand wirkt jedes Mittel nur kurzfristig. Der Schimmel kann optisch verschwinden, kommt aber wieder, solange die Feuchtigkeit bestehen bleibt.

Warum löst Chlorbleiche das Problem nicht immer?

Chlorbleiche kann Verfärbungen rasch aufhellen und so den Eindruck vermitteln, der Befall sei beseitigt. Auf porösen Untergründen wie gestrichenen Wänden, Gips oder Decken behandelt sie jedoch möglicherweise eher das sichtbare Erscheinungsbild als die Ursache der Feuchtigkeit.

Auch die Sicherheit ist entscheidend. Chlorbleiche darf niemals mit Essig, Ammoniak oder anderen Reinigungsmitteln kombiniert werden, da dabei giftige Gase entstehen können. Zudem kann der intensive Geruch in geschlossenen Räumen Augen, Nase und Hals reizen.

Leichten Schimmel mit weißem Essig reinigen

Bei kleinen, oberflächlichen Flecken weißen Essig unverdünnt in eine Sprühflasche füllen und direkt auf die verschimmelte Stelle sprühen. Etwa eine Stunde einwirken lassen und dabei die Fenster für eine gute Belüftung geöffnet halten. Anschließend die Rückstände mit einem sauberen, feuchten Tuch abwischen und die Fläche gründlich trocknen.

Tragen Sie Handschuhe, eine Maske und eine Schutzbrille, wenn sich der Bereich sehr nah am Gesicht befindet, etwa an der Decke. Reiben Sie nicht trocken, denn dadurch können sich Sporen in der Luft verteilen. Besser ist es, die Stelle zunächst anzufeuchten, sie vorsichtig zu säubern und das verwendete Tuch anschließend zu entsorgen oder gründlich zu waschen.

Wann sollte professionelle Hilfe beauftragt werden?

Ist die verschimmelte Fläche groß, erscheint der Schimmel rasch wieder oder bleibt selbst nach der Reinigung ein starker Geruch bestehen, kann die Ursache tiefer liegen. In solchen Fällen reicht es nicht aus, nur die Oberfläche zu reinigen. Möglich sind Feuchtigkeitsschäden, beeinträchtigtes Material oder dauerhafte Nässe im Inneren der Wand.

Auch bei starken Allergien, Asthma oder anderen Atemwegsproblemen sowie bei großflächigem Schimmel an der Decke sollte die Reinigung nicht allein durchgeführt werden. Dann muss die Entfernung besonders sorgfältig erfolgen, damit sich keine Partikel im Raum ausbreiten.

Wie lässt sich verhindern, dass Schimmel zurückkehrt?

Eine Reinigung ist nur dann wirklich wirksam, wenn sie mit Vorbeugung verbunden wird. Lüften Sie den Raum nach der Schimmelentfernung regelmäßig, trocknen Sie feuchte Bereiche, reparieren Sie Lecks und stellen Sie Möbel nicht direkt an kalte oder feuchte Wände.

Das Geheimnis, Schimmel an Wänden und Decken zu beseitigen, liegt nicht allein im verwendeten Produkt, sondern in der Kontrolle der Feuchtigkeit. Weißer Essig kann bei leichtem Befall helfen, doch eine dauerhafte Lösung entsteht durch ein trockeneres, gut gelüftetes Zuhause ohne Undichtigkeiten. Wird die Ursache behoben, tritt der Schimmel nicht so leicht erneut auf.

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