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Mikrozement: Die fugenarme Alternative zu Fliesen und Mosaiken

Hand berührt Wand im hellen Raum mit Farbpalette, Putzwerkzeug und Reinigungsmittel auf Holztisch.

Mikrozement etabliert sich zunehmend in Badezimmern, Küchen und Hauswirtschaftsräumen, weil er eine fugenarme, durchgehende Fläche schafft. Dadurch entfallen die Fugenlinien, in denen sich Feuchtigkeit, Schimmelbeläge und dunkle Verfärbungen sammeln können. Da sich der Belag auf bestimmte vorhandene Boden- und Wandfliesen auftragen lässt, verringert er bei einer Sanierung zudem Abbrucharbeiten, Bauschutt und den Verlust an nutzbarer Fläche.

Warum ersetzt Mikrozement Fliesen und Mosaike?

Fliesen und Mosaike benötigen Fugen zwischen den einzelnen Elementen. In diesen schmalen Zwischenräumen bleiben häufig Seifenreste, Fett und Feuchtigkeit zurück. Mikrozement überzieht die Fläche dagegen mit nur wenigen sichtbaren Übergängen und erzeugt so eine einheitliche Optik auf Wänden, Böden, Arbeitsplatten und in Duschbereichen.

Das Material besteht aus einer dünnschichtigen zementbasierten Mischung, ergänzt durch Kunstharze, Pigmente und Schutzschichten. Zement dient als Bindemittel und entwickelt durch die Reaktion mit Wasser seine Festigkeit. Für die endgültige Leistungsfähigkeit des Belags ist jedoch das gesamte aufgetragene System entscheidend, nicht allein dieser Bestandteil.

  • Verringert die Zahl sichtbarer Fugen;
  • kann auf Böden, Wänden und Arbeitsplatten eingesetzt werden;
  • ermöglicht eine nahtlose Oberfläche in unterschiedlichen Farbtönen;
  • vereinfacht die Reinigung von Bereichen mit Spritzwasser;
  • vermeidet das Zuschneiden kleiner Elemente an Nischen und Ecken.

Wie vereinfacht eine durchgehende Oberfläche die Reinigung?

Ohne ein im Raum verlaufendes Fugennetz lässt sich die Fläche mit einem weichen Tuch, Wasser und einem für die Oberfläche geeigneten neutralen Reinigungsmittel säubern. Das regelmäßige Bürsten jeder einzelnen Fuge wird damit überflüssig. Ecken, Abläufe und Anschlüsse an Sanitärkeramik müssen dennoch gereinigt werden, damit sich dort keine Feuchtigkeit ansammelt.

Kann der Belag auf alten Fliesen aufgetragen werden?

Bei vielen Vorhaben kann Mikrozement unmittelbar auf Keramikfliesen oder Feinsteinzeug aufgebracht werden, sofern die vorhandenen Elemente fest sitzen, eben, sauber und frei von Durchfeuchtungen sind. Die Fugen werden zunächst ausgeglichen; anschließend erhält der Untergrund Haft- und Verstärkungsprodukte, bevor die abschließenden Schichten folgen.

Durch diese Vorgehensweise muss der bestehende Belag nicht vollständig entfernt werden, wodurch weniger Bauschutt von der Baustelle abtransportiert werden muss. Weil die einzelnen Lagen dünn sind, verändern sich auch Bodenhöhe und Raummaße nur geringfügig. Türen, Bodenabläufe und Höhenunterschiede sollten jedoch vor Beginn der Arbeiten geprüft werden.

  • Kontrollieren, ob Fliesen locker sind oder hohl klingen;
  • Risse und Durchfeuchtungen vor dem Auftrag beseitigen;
  • Fett, Staub und Rückstände von der Oberfläche entfernen;
  • die Linien des alten Belags ausgleichen;
  • die Höhe von Türen, Sockelleisten und Abläufen überprüfen;
  • die Trocknungszeit zwischen den einzelnen Schichten einhalten.

Warum ist spezialisierte Facharbeit bei Mikrozement unverzichtbar?

Die Wasserbeständigkeit hängt von der Vorbereitung des Untergrunds, der für den jeweiligen Bereich vorgesehenen Abdichtung und dem fachgerechten Auftrag der Versiegelungen ab. Uneinheitliche Schichtdicken, Risse oder ungeschützte Stellen können Feuchtigkeit eindringen lassen. In Nassräumen sind daher geschulte Fachkräfte und ein System erforderlich, das für Duschen sowie wasserbelastete Böden und Wände geeignet ist – wie auch bei Projekten, die neue Lösungen für den Duschbereich einsetzen.

Spart Mikrozement bei der Sanierung tatsächlich Geld?

Ein Einsparpotenzial entsteht vor allem dann, wenn der alte Belag erhalten bleiben kann. Weniger Abbruch bedeutet geringere Kosten für Container, den Abtransport von Abfällen, Mörtel zum Neuverlegen sowie Arbeitszeit für das Aufbrechen von Böden und Wänden. Im Budget müssen dennoch Untergrundvorbereitung, Abdichtung, Endbeschichtung und spezialisierte Facharbeit berücksichtigt werden.

Ein durchgehender Belag macht Fliesen und Mosaike nicht für jedes Projekt ungeeignet. Er ist jedoch eine Alternative für alle, die weniger Fugen und eine Sanierung mit möglichst geringen Eingriffen in die bestehende Bausubstanz wünschen. Bei einem stabilen Untergrund und korrekt ausgeführter Versiegelung verbindet Mikrozement eine geringe Schichtdicke mit einfacher Reinigung und einer gleichmäßigen Oberfläche in feuchtigkeitsbelasteten Bereichen.

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