Den Klimaanlagenfilter regelmässig zu waschen, trägt dazu bei, den Luftstrom, die Kühlleistung und den Energieverbrauch im Gleichgewicht zu halten. Das Bauteil fängt Staub, Tierhaare und weitere Schwebstoffe auf, verliert jedoch an Wirkung, wenn es zugesetzt ist und den Luftdurchtritt durch das Gerät erschwert.
Wozu dient der Klimaanlagenfilter?
Der Filter bildet eine Schutzschicht zwischen der Raumluft und den inneren Bauteilen des Geräts. Während des Betriebs hält er einen Teil von Staub, Haaren, Tierfell und anderen Partikeln zurück, die sich andernfalls auf dem Wärmetauscher ablagern und wieder in den Raum gelangen könnten.
Dieser Schutz macht die Klimaanlage zwar nicht zu einem vollwertigen Luftreiniger, verringert aber die Menge an Rückständen, die durch das System strömt. Die Pflege unterstützt zudem die Funktion der Klimatisierung, da sich keine Schmutzschicht bildet, welche die Luftansaugung blockieren kann.
Weshalb erhöht Schmutz den Energieverbrauch?
Ist der Filter von Staub bedeckt, muss der Ventilator länger arbeiten, um dieselbe Luftmenge zu bewegen. Der Raum erreicht die eingestellte Temperatur langsamer, und der Kompressor bleibt über längere Zeit eingeschaltet. Das kann sich durch mehrere Anzeichen bemerkbar machen:
- Schwächerer Luftstrom an den Luftauslässen des Geräts;
- Längere Zeit bis zur Abkühlung des Raums;
- Zunehmende Betriebsgeräusche;
- Staubiger oder feuchter Geruch beim Einschalten;
- Sichtbare Rückstände auf dem Filtersieb;
- Allmählich steigender Stromverbrauch.
Wie oft sollte der Filter gewaschen werden?
Bei Geräten, die nahezu täglich laufen, ist eine Reinigung meist alle 15 bis 30 Tage erforderlich. In Haushalten mit Tieren, in Räumen an stark befahrenen Strassen oder in besonders staubiger Umgebung können kürzere Abstände nötig sein, weil das Sieb schneller verstopft.
Wird die Klimaanlage nur gelegentlich genutzt, kann das Intervall auf 45 bis 60 Tage ausgedehnt werden. Die Bedienungsanleitung des Herstellers sollte die passende Häufigkeit für das jeweilige Modell vorgeben. Eine Sichtprüfung bleibt dennoch wichtig: Ist der Filter dunkel, mit verdichtetem Staub bedeckt oder beeinträchtigt er den Luftstrom, muss nicht bis zum vorgesehenen Termin gewartet werden.
Wie lässt sich der Filter waschen, ohne ihn zu beschädigen?
Vor dem Öffnen der Abdeckung muss das Gerät vom Stromnetz getrennt werden. Nachdem das Sieb vorsichtig herausgenommen wurde, kann es mit kaltem oder lauwarmem fliessendem Wasser und einem milden Reinigungsmittel gesäubert werden. Harte Bürsten, heisses Wasser und aggressive Produkte sind dabei zu vermeiden:
- Gerät ausschalten und den Netzstecker ziehen;
- Abdeckung entsprechend den Herstellerangaben öffnen;
- Überschüssigen Staub entfernen, ohne das Bauteil auszuklopfen;
- Das Sieb behutsam mit Wasser und mildem Reinigungsmittel waschen;
- So lange abspülen, bis sämtliche Produktreste entfernt sind;
- Vollständig im Schatten trocknen lassen;
- Den Filter erst wieder einsetzen, wenn keine Feuchtigkeit mehr vorhanden ist.
Monatliches Waschen ersetzt keine vollständige Wartung
Gehäuse, Lamellen und die äussere Abdeckung können je nach Staubablagerung alle ein bis drei Monate gereinigt werden. Wärmetauscher, Kondensatwanne und Ablaufschlauch liegen in inneren Bereichen und benötigen eine andere Pflege als die grundlegende Reinigung der Klimaanlage.
Eine professionelle Reinigung sollte mindestens einmal jährlich erfolgen – oder früher, falls Undichtigkeiten, anhaltende Gerüche, Eisbildung oder ein deutlicher Leistungsverlust auftreten. Das monatliche Waschen des Filters reduziert alltägliche Verstopfungen, während die interne Wartung Ablagerungen beseitigt, die sich an den Wärmetauschern und im Entwässerungssystem ansammeln.
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