Revolut führt ein neues Angebot ein, über das zahlende Abonnenten eine nahestehende Person hinzufügen können. Das neuartige Modell gewährt auf das zweite Konto bis zu 50 % Rabatt, ohne Abstriche bei finanzieller Eigenständigkeit oder dem Schutz der Ausgabenprivatsphäre. Die Neobank wirbt damit entschlossen um weitere Nutzer.
Der Aufstieg von Revolut scheint ungebremst. Die britische Neobank, deren Bewertung inzwischen bei 115 Milliarden US-Dollar liegt, hat gerade ihre vollständige Banklizenz in Australien erhalten. Als erster Schritt dieser Art im asiatisch-pazifischen Raum soll dies die weltweite Expansionsstrategie beschleunigen. In Frankreich zählt das Unternehmen mittlerweile mehr als 8 Millionen Kunden und lag bei den Download-Ranglisten sogar vor Apps wie TikTok und Instagram.
Revoluts Wachstum und neue Funktionen
Um dieses Wachstum zu stützen, bringt das Unternehmen laufend neue Angebote auf den Markt und baut seine App in bemerkenswertem Tempo aus. Am 27. Juli sorgte Revolut mit der Öffnung der „privaten Märkte“ für Aufmerksamkeit. Dieses neue Angebot erlaubt Privatanlegern, gemeinsam mit grossen Akteuren der globalen Finanzwelt in Private Equity zu investieren – einen Bereich, der bislang vermögenden Institutionen vorbehalten war.
Die Fintech setzt ihren Kurs nun fort. Um ihre Stellung gegenüber etablierten Banken zu stärken, nimmt sie mit einem neuen Dienst für Familienabonnements und nahestehende Personen diesmal die alltäglichen Haushaltsausgaben ins Visier.
Premium-Abonnement teilen, ohne alles zusammenzulegen
Mit dem Angebot „Plus One“ ermöglicht Revolut seinen zahlenden Nutzern, ihrer Mitgliedschaft eine zweite Person hinzuzufügen – etwa einen Partner, ein Familienmitglied oder einen Mitbewohner. Voraussetzung ist, dass diese Person im selben Land wie der Kontoinhaber lebt. Das zweite Abonnement erhält dabei einen Preisnachlass von bis zu 50 %.
Nach Einschätzung des Unternehmens wirkt sich das unmittelbar auf das Haushaltsbudget aus. Nutzer des hochwertigen Ultra-Angebots können beispielsweise bis zu 260 Euro pro Jahr sparen, verglichen mit zwei separat zum vollen Preis gebuchten Konten. Ziel ist es, feste Kosten zu senken, ohne den Zugriff auf die kostenpflichtigen Leistungen einzuschränken.
Vor allem umgeht dieses Modell die Nachteile herkömmlicher Gemeinschaftskonten. Revolut setzt auf die Unabhängigkeit jedes einzelnen Nutzers: Gemeinsame Zugangsdaten sind nicht erforderlich, und die Profile bleiben vollständig voneinander getrennt. Umsätze, Kaufhistorie und die tägliche Kontoverwaltung bleiben privat. Damit behält jedes Mitglied die volle Kontrolle über sein Geld und profitiert zugleich vom Vorzugspreis.
Plus One: Alle Vorteile bleiben individuell
Auch das zweite Mitglied erhält sämtliche Funktionen seines Abonnements und nutzt sie vollständig eigenständig. Jeder Kontoinhaber hat eigene Devisenlimits, internationale Reiseversicherungen, Zugang zu Flughafenlounges sowie bevorzugte Sparzinsen. Die enthaltenen Abonnements für Partnerdienste wie NordVPN, die Financial Times, ClassPass oder Uber werden ebenfalls jedem Konto separat zugeordnet. Damit will Revolut noch mehr neue Nutzer gewinnen.
„Bei traditionellen Angeboten müssen Mitglieder eines Haushalts in der Regel ein einziges Leistungspaket teilen. Statt unsere Mitglieder dazu zu zwingen, Leistungen untereinander aufzuteilen oder einzuschränken, ermöglichen wir ihnen nun, alle Vorteile jeweils vollständig und zu einem deutlich reduzierten Preis zu nutzen“, erklärt Tara Massoudi, Leiterin der Premium-Produkte bei Revolut.
Aktivierung direkt in der Revolut-App
Die Funktion lässt sich zudem unkompliziert aktivieren. Der Hauptkontoinhaber muss in seiner Revolut-App lediglich den Bereich „Abonnements“ öffnen und der gewünschten Person anschliessend einen direkten Einladungslink senden.
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