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Wasser aus der Klimaanlage wiederverwenden: sichere Anwendungen im Haushalt

Person gießt Wasser aus Messbecher in großen Eimer auf Balkon mit verschiedenen Pflanzen und Gießkanne.

Das Wasser, das aus der Klimaanlage tropft, entsteht durch die Kondensation der in der Raumluft enthaltenen Feuchtigkeit und lässt sich für bestimmte Arbeiten im Haushalt weiterverwenden. Es wirkt zwar sauber und enthält nur wenige Mineralstoffe, läuft jedoch durch die Auffangwanne und die Leitungen des Geräts. Dabei kann es Staub, Mikroorganismen und Rückstände aufnehmen. Deshalb darf es niemals getrunken oder zur Zubereitung von Lebensmitteln verwendet werden.

Woher stammt das Wasser aus der Klimaanlage?

Beim Kühlen trifft warme, feuchte Luft auf die kalte Verdampferspirale. Ein Teil des Wasserdampfs kondensiert zu Tropfen, fließt in die Kondensatwanne und wird über einen Ablaufschlauch aus dem Gerät geleitet.

Da dieses Wasser aus der Luftfeuchtigkeit gewonnen wird, ist seine Konzentration an Mineralsalzen meist gering. Dennoch handelt es sich weder um destilliertes noch um Trinkwasser: Die Flüssigkeit kommt mit inneren Bauteilen in Berührung, auf denen sich Staub, Rost, Reinigungsmittel und Biofilme ansammeln können.

Für welche Haushaltsaufgaben kann dieses Wasser wiederverwendet werden?

Die Wiederverwendung sollte auf Anwendungen beschränkt bleiben, bei denen weder Verschlucken, Lebensmittel noch direkter Körperkontakt eine Rolle spielen. Wird das Wasser in einem sauberen Behälter aufgefangen und zeitnah genutzt, kann das Wasser aus dem Ablauf einen Teil des aufbereiteten Wassers bei folgenden Tätigkeiten ersetzen:

  • Böden auf Balkonen, in Garagen und Außenbereichen reinigen;
  • Staub von Toren, Gittern und Gartenmöbeln entfernen;
  • Fenster und Spiegel mit einem geeigneten Tuch putzen;
  • Die erste Reinigung der Karosserie eines Autos durchführen;
  • Die Toilettenspülung manuell mit Wasser befüllen;
  • Werkzeuge und Gegenstände waschen, die nicht mit Lebensmitteln in Kontakt kommen.

Kann das Wasser aus dem Gerät zum Gießen von Pflanzen verwendet werden?

Für Zierpflanzen kann das Wasser gelegentlich verwendet werden, sofern es mit Leitungs- oder Regenwasser abgewechselt wird. Weil es nur wenige Mineralstoffe enthält, liefert es nicht die für das Pflanzenwachstum notwendigen Nährstoffe und sollte nicht die einzige Bewässerungsquelle sein.

Bei Gemüse, Küchenkräutern und Früchten, die verzehrt werden, sollte darauf verzichtet werden, da die Flüssigkeit Verunreinigungen aus dem Inneren des Geräts enthalten kann. Wasser mit unangenehmem Geruch, ungewöhnlicher Färbung oder sichtbaren Partikeln muss ebenfalls entsorgt werden.

Welche Anwendungen sollten aus Sicherheitsgründen vermieden werden?

Ein klares Erscheinungsbild ist kein Nachweis für mikrobiologische Qualität. Das Kondenswasser wurde nicht für den menschlichen Verzehr aufbereitet und kann in internen Bereichen stehen bleiben, bevor es den Auffangbehälter erreicht:

  • Nicht trinken und auch Tieren nicht geben;
  • Nicht zum Kochen oder zum Waschen von Lebensmitteln einsetzen;
  • Nicht auf Haut, Haare oder Wunden auftragen;
  • Nicht in Aquarien, Schwimmbecken oder Tränken füllen;
  • Nicht in Luftbefeuchtern oder Atemgeräten verwenden;
  • Nicht über längere Zeit in offenen Behältern lagern;
  • Bei Schlamm, Geruch oder Farbveränderungen nicht weiterverwenden.

Wie lässt sich das Wasser auffangen und lagern, ohne ein weiteres Problem zu schaffen?

Der Ablaufschlauch sollte die Flüssigkeit in einen sauberen, standfesten und möglichst abgedeckten Behälter leiten. Das Wasser sollte kurzfristig verbraucht werden, weil eine längere Lagerung Gerüche, Mikroorganismen und die Vermehrung von Mücken begünstigen kann. Auch der Behälter muss regelmäßig gereinigt werden.

Die Reinigung des Filters, der Kondensatwanne und des Ablaufs verringert Schmutzablagerungen, macht die Flüssigkeit jedoch nicht zu Trinkwasser. Die Wiederverwendung des Wassers aus der Klimaanlage ist sicher, wenn sie auf Reinigungszwecke und andere nicht mit Lebensmitteln verbundene Anwendungen begrenzt bleibt. So lässt sich aufbereitetes Wasser sparen, ohne die Hygiene im Haushalt zu beeinträchtigen.

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