Ventilatoren in heißen Nächten: nicht immer eine gute Idee
Glühend heiße Tage und Nächte, die sich überhaupt nicht abkühlten, haben den Einsatz von Ventilatoren deutlich steigen lassen – auch beim Schlafen. Fachleute erklären jedoch, weshalb das nicht unbedingt die beste Lösung ist.
Der Sommer ist noch nicht einmal zur Hälfte vorbei, doch die langen Tage mit sehr hohen Temperaturen beeinträchtigen bereits vor allem den Schlaf: Zu viel Hitze erschwert die Erholung. Wer wie viele andere gezwungen war, mit eingeschaltetem Ventilator zu schlafen, um die Temperatur im Schlafzimmer zu senken, sollte wissen, dass dies möglicherweise keine gute Wahl ist. Zumindest sollte diese Methode nicht wiederholt werden, falls in den kommenden Monaten eine weitere Hitzewelle bevorsteht.
Trockene Luft durch den Ventilator
Auch wenn die Raumtemperatur geringfügig sinkt, gilt: „Die umgewälzte Luft ist sehr trocken und neigt dazu, die oberen Atemwege, die Haut und die Augen auszutrocknen“, erklärt die Schlafmedizinerin Marie-Françoise Vecchierini gegenüber der französischen Website „Madame Figaro“. Um dieser Austrocknung vorzubeugen, wird empfohlen, eine Schale mit Wasser vor den Ventilator zu stellen. So soll die ausgeblasene Luft gekühlt und befeuchtet werden.
Staub, Reizstoffe und nächtliche Kälte
Der Allergologe Farid Marmouz rät derselben Publikation zufolge ebenfalls zu einem maßvollen Gebrauch. Ventilatoren wälzen schließlich nicht nur Luft um, sondern auch Staub und andere reizende Partikel.
Neben dem dauerhaften Geräusch eines Ventilators, das den Schlaf stören kann, kann der etwas kühlere Luftstrom auf der Haut – insbesondere bei Menschen, die nackt schlafen – Frösteln oder sogar ein Kältegefühl auslösen. In extremen Fällen kann dies zu einer Erkältung führen. Deshalb empfiehlt er, den Luftstrom auf die Füße zu richten oder den Ventilator in ausreichendem Abstand aufzustellen.
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