Zum Inhalt springen

Vier Blumenzwiebeln und Knollen im März pflanzen: So schließen Sie die Blütenlücke

Frau pflanzt Blumenzwiebeln in Hochbeet auf Balkon mit farbenfrohen, blühenden Blumen im Hintergrund.

Mit einer gezielten Pflanzaktion im März lässt sich diese Lücke stilvoll überbrücken.

Sobald die ersten Frühlingszwiebeln verblüht sind, sehen Beete und Balkonkästen häufig plötzlich leer aus. Gerade jetzt lässt sich jedoch die Grundlage für ein Gartenjahr mit durchgehender Blüte schaffen. Wer im März zu vier ausgewählten Blumenzwiebeln und Knollen greift, überwindet die farbarme Zeit und sorgt von Juni bis weit in den Herbst hinein für ein Blütenfeuerwerk im eigenen Garten.

Weshalb der März für Sommerblüher entscheidend ist

Für zahlreiche Sommerblüher ist der März der zentrale Zeitpunkt: Der Boden taut auf, die Sonne wird kräftiger und die Tage verlängern sich. Eine Pflanzung jetzt verhindert, dass sich die Blüte bis in den Spätsommer verschiebt, und bringt schon zu Beginn der warmen Monate Farbe in Garten und Kübel.

Ohne Pflanzung im März droht vielen Hobbygärtnern eine farblose Durststrecke von mehreren Wochen – genau dann, wenn die Terrasse am meisten genutzt wird.

Die meisten Knollen und Zwiebeln, die im Sommer blühen, werden zwischen Anfang März und etwa Mitte Mai gesetzt. Wer damit bis Ende April oder Mai wartet, muss auf die ersten Blüten oft bis Juli warten. Sind Narzissen und Tulpen dann längst eingezogen, wirken Beete und Kästen schnell unerwartet kahl.

Ein einfacher Plan beugt dem vor: Vier Gruppen von Zwiebelpflanzen ergeben gemeinsam eine gestaffelte Blüte, die von den frühen Sommerwochen bis in den Herbst reicht.

Vier wichtige Blumenzwiebeln und Knollen für die Pflanzung im März

Dahlien: farbenprächtige Blüher für sonnige Beete

Dahlien zählen zu den verlässlichsten Stars des Sommers. Sie entwickeln sich aus knolligen Wurzelstücken, die im März aus ihrer Ruhe geholt werden sollten. Am besten werden die Knollen zunächst unter Glas oder in einem hellen, frostfreien Keller in Töpfen vorgezogen.

  • Im März in Töpfen starten; die Erde leicht feucht halten und frostfrei stellen
  • Ab Mitte Mai ins Beet oder in große Kübel pflanzen
  • Je nach Sorte Blütezeit von Juni bis Oktober
  • Viel Licht sowie nährstoffreiche Erde erforderlich

Die große Sortenauswahl bietet für jeden Geschmack passende Formen: kleine Pomponblüten, sternförmige Varianten oder riesige Blütenkugeln, die sich gut als Schnittblumen eignen. Ein Start im März verlängert die Saison und hilft dabei, Zwischenräume zwischen Stauden und Rosen wirkungsvoll zu verdecken.

Begonien: zuverlässige Blüher für Schatten und Nordbalkon

An Standorten, an denen andere Pflanzen kümmern, kommen Begonien meist gut zurecht. Besonders schattige Innenhöfe, Nordbalkone und eher dunkle Hausseiten profitieren von ihnen. Die Knollen werden im März mit der gewölbten Seite nach oben in flache Schalen oder Töpfe mit lockerer, leicht feuchter Erde gelegt.

Die Gefäße sollten hell, aber frostfrei stehen, beispielsweise auf der Fensterbank, im Treppenhaus oder in einem ungeheizten Wintergarten. Nach den Eisheiligen dürfen die Pflanzen nach draußen. Regelmäßiges Gießen belohnen sie dort mit einem beinahe ununterbrochenen Blütenflor bis in den Herbst.

Begonien sind ideale Lückenfüller an Plätzen, für die es scheinbar keine passende Blühpflanze gibt.

Lilien: elegante Strukturpflanzen mit Duftbonus

Lilien verleihen Beeten Höhe und eine elegante Wirkung. Ihre Zwiebeln werden im März zwei- bis dreimal so tief gesetzt, wie sie hoch sind. Wichtig ist ein gut durchlässiger Standort, da Lilien Staunässe nur schlecht vertragen. Je nach Sorte eignen sich Sonne oder Halbschatten.

Ein besonderer Pluspunkt: Viele Lilien blühen in Gartenphasen, in denen ansonsten nur wenig passiert. Einige Sorten öffnen ihre Knospen bereits im späten Frühjahr, andere setzen ihren Schwerpunkt im Hochsommer oder Frühherbst. Dadurch lassen sich gezielt Wochen mit wenigen Blüten füllen.

  • März: Zwiebeln pflanzen, den Boden lockern und bei schwerem Lehm etwas Sand einarbeiten
  • Frühsommer: erste Blüten bei frühen Sorten
  • Hochsommer: Hauptblüte vieler asiatischer und orientalischer Sorten

Pfingstrosen: eine Investition in kommende Frühlinge

Pfingstrosen sind keine schnelle Lösung, sondern eine langfristige Bereicherung. Wer sie im März pflanzt, schafft die Basis für üppige Blüten im Frühjahr und Frühsommer der folgenden Jahre. Geduld ist dabei gefragt: Bis die Pflanzen ihr gesamtes Potenzial entfalten, vergehen häufig zwei bis drei Jahre.

Die Stauden brauchen einen Standort, an dem sie dauerhaft bleiben dürfen, denn ein Umsetzen mögen sie nicht. Haben sie sich etabliert, werden die Horste von Jahr zu Jahr größer und bringen eindrucksvolle, oft duftende Blüten hervor. Für Gärtner, die nicht nur den aktuellen Sommer, sondern auch die kommenden Saisons planen, sind sie unverzichtbar.

So überbrücken die vier Pflanzengruppen die Blütenlücke

Mit etwas Vorbereitung entsteht aus diesen vier Gruppen ein nahezu lückenloser Blütenkalender. Während die Frühlingszwiebeln langsam einziehen, übernehmen vorgezogene Dahlien und Begonien. Lilien verlängern die Blütezeit nach oben, während Pfingstrosen in den Folgejahren für einen üppigen Start in den Frühsommer sorgen.

Pflanze Pflanzzeit Erste Blüte Typischer Standort
Dahlie März (Topf), ab Mai ins Freie Juni Sonne bis Halbschatten, nährstoffreich
Begonie März (innen), ab Mai Balkon/Beet Juni

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen