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Die besten kabellosen Mähroboter im Vergleich 2026

Roboter-Rasenmäher fährt über den Rasen, gesteuert per Smartphone-App in einem sonnigen Garten.

Kabellose Mähroboter übernehmen inzwischen die Pflege Ihres Gartens – ganz ohne Begrenzungskabel, das vergraben werden muss. Nach mehrwöchigen Tests hat die Redaktion von Presse-citron in diesem Vergleich für jedes Budget und jede Rasenart einen Spezialisten ausgewählt: vom kleinen Rasenstück im Vorort über weitläufige, unebene Grundstücke bis hin zu verwinkelten Gärten.

Die Wahl eines Mähroboters war noch nie so anspruchsvoll. Der Markt ist in den vergangenen Jahren regelrecht explodiert. In Frankreich stiegen die Verkäufe laut Marktforschungsinstitut NielsenIQ 2025 erneut um 8,4 % und binnen drei Jahren um 66 %. Dieses Wachstum lockt jeden Frühling neue Anbieter an und veranlasst etablierte Marken, ihre Modellreihen und Produktreferenzen stetig auszubauen.

Dadurch ist die Einstiegshürde deutlich gesunken. Einige Roboter ohne Begrenzungskabel kosten mittlerweile weniger als 600 Euro, während besonders ambitionierte Geräte mühelos die Marke von 3.000 Euro überschreiten. Für Einsteiger ist allerdings nicht sofort ersichtlich, wodurch diese grossen Preisunterschiede entstehen.

Was sind die wichtigsten Kaufkriterien für einen Mähroboter?

Mit der zunehmenden technischen Reife der Mähroboter wächst auch die Zahl der Technologien hinter teilweise kompliziertem Fachjargon. RTK-Antenne, NetRTK, LiDAR oder KI-gesteuerte Kameras entscheiden darüber, wie sich ein Roboter orientiert und Hindernisse erkennt.

Ebenso wichtig ist der Antrieb. Zwischen klassischen Modellen mit zwei angetriebenen Rädern, Dreirad-Konstruktionen und Maschinen mit Allradantrieb ist nicht immer leicht zu erkennen, welche Unterschiede sich im Garten tatsächlich bemerkbar machen.

Auch beim Mähen gibt es erhebliche Unterschiede. Eine einzelne Scheibe mit drei Klingen genügt weiterhin meist vollkommen, doch ausgefeiltere Geräte setzen auf ein zweites Mähdeck, eine grössere Schnittbreite oder versetzte Klingen, um Rasenkanten besser nachzuarbeiten. Auch die App kann die Nutzung grundlegend verändern. Automatische Kartierung, getrennte Einstellungen für jede Zone, ein 4G-Modul oder ein Fernzugriff mit Videoübertragung können schnell unübersichtlich werden.

Hinzu kommen die einfache Installation, die Möglichkeit, mehrere Karten anzulegen, Akkulaufzeit, Ladezeit, Lautstärke, Wartung und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Welche Technologien dahinterstecken und welche Kriterien für Ihr Grundstück wirklich zählen, erklärt auch unser Kaufratgeber zur Wahl des passenden Mähroboters.

Nun folgt unser Vergleich. Behalten Sie vorher jedoch einen wesentlichen Punkt im Blick: Eine freie, ebene Rasenfläche von 800 m² ist oft einfacher zu pflegen als ein 300 m² grosser Garten mit Beeten, Wurzeln, schmalen Durchgängen und voneinander getrennten Bereichen.

Statt die Geräte vom besten bis zum schwächsten Modell zu sortieren, haben wir die ausgereiftesten Mähroboter für verschiedene Gartentypen ausgewählt. Alle wurden von der Presse-citron-Redaktion über mehrere Wochen, teils sogar über mehrere Monate hinweg getestet.

Mova ViAX 250: der beste Mähroboter für Einsteiger

Mit einem Einführungspreis von 579 Euro zählt der Mova ViAX 250 zu den attraktivsten Einstiegsoptionen für den ersten Mähroboter. Umso mehr, weil in diesem Preis weder ein zu verlegendes Begrenzungskabel noch eine im Garten aufzustellende Antenne erforderlich sind. Es reicht aus, die Station zu platzieren, den Roboter mit der App zu verbinden und ihn bei der ersten Fahrt per virtuellem Joystick entlang der Rasengrenzen zu führen.

Um den Preis niedrig zu halten, verzichtet Mova auf LiDAR-Navigation. Der ViAX 250 orientiert sich ausschliesslich mithilfe seiner zwei HDR-Kameras und einer KI-gestützten Erkennung. Bei einem kleinen, klar angelegten Rasen funktioniert das überzeugend, verlangt aber eine sorgfältige Ersteinrichtung sowie exakt definierte Sperrzonen um Bäume, Beete und Gartenmöbel.

Daher eignet sich dieses Modell vor allem für relativ ebene, wenig zugestellte Gärten mit weniger als 250 m². Sein ideales Einsatzgebiet ist ein quadratischer oder rechteckiger Rasen vor oder hinter einem Stadthaus. Auf unebenem Terrain mit vielen Wurzeln oder schwierigen Übergängen stossen die zwei angetriebenen Räder dagegen rasch an ihre Grenzen.

Trotz des günstigen Preises ist die Mähqualität absolut zufriedenstellend. Auch die App ist umfangreich ausgestattet. Sie bietet unter anderem den bemerkenswerten Modus „Patrouille“ mit Videoübertragung sowie eine manuelle Steuerung. Letztere ist besonders praktisch, um Kanten und Ecken nachzuarbeiten.

Das hat uns am Mova ViAX 250 gefallen

  • Installation ohne Begrenzungskabel und Antenne für weniger als 600 Euro.
  • App mit dem Modus „Patrouille“ und manuellem Mähen.
  • Gleichmässiges Schnittbild auf kleinen, ebenen Rasenflächen.

Lesen Sie unseren vollständigen Test des Mova ViAX 250.

Roborock RockNeo Q105: perfekt für gepflegte Gärten

Roborock ist erst kürzlich in den Markt für Mähroboter 2026 eingestiegen, hat aber die Stärken seiner Saugroboter nicht vergessen. Schon bei den ersten Fahrten bearbeitet der RockNeo Q105 den Rasen in sauber geordneten, parallelen Bahnen und hinterlässt eine ansprechende „Stadionrasen“-Optik. Das 799 Euro teure Modell ist für Flächen bis 500 m² ausgelegt und passt vor allem zu gepflegten, wenig baumbestandenen und leicht unebenen Gärten.

Die grossen Hinterräder helfen ihm, Hindernisse bis 4 cm zu überwinden und Steigungen von bis zu 45 % zu bewältigen. Bei dicken Wurzeln ist jedoch Vorsicht geboten. In unserem Test beanspruchten sie die Klingen so stark, dass sie bereits nach drei Mähvorgängen ersetzt werden mussten.

Für präziseres Arbeiten an Mauern bietet Roborock das separat erhältliche PreciEdge-Modul für rund 99 Euro an. Damit rückt der Schnitt bis auf etwa 3 cm an die Rasenkante heran. Wir hätten uns allerdings gewünscht, dass dieses Zubehör direkt beiliegt.

Bei der Software zeigt sich die Marke hingegen überzeugend. Die App verwaltet bis zu 15 Zonen, erlaubt die Planung von Mähzeiten und die Anpassung der Hindernisvermeidung. Zwei Entscheidungen beim Q105 wirken dennoch etwas überholt: Er benötigt eine frei platzierte RTK-Antenne, und die Schnitthöhe lässt sich ausschliesslich über ein Drehrad am Gerät einstellen.

Das hat uns am Roborock RockNeo Q105 gefallen

  • Sehr sauberes Mähergebnis mit ansprechender „Stadionrasen“-Optik.
  • Übersichtlich gestaltete und umfangreiche App.
  • Gute Beweglichkeit auf leicht unebenem Gelände.

Lesen Sie unseren vollständigen Test des Roborock RockNeo Q105.

eufy E18: die beste automatische Kartierung

Weder ein zu verlegendes Kabel noch eine RTK-Antenne sind nötig. Zunächst wirkt der eufy E18 damit wie jeder moderne kabellose Mähroboter. Seine eigentliche Besonderheit zeigt sich aber bei der Einrichtung: Selbst das Abfahren der Rasengrenzen mit einem Joystick ist nicht erforderlich.

Sobald die Station am Rasenrand steht, erkundet der eufy E18 sein neues Einsatzgebiet eigenständig. Seine Kameras erkennen Begrenzungen, Beete, Bäume und Hindernisse und erstellen anschliessend automatisch eine Karte.

Diese Funktion ist zwar nicht einzigartig, aber besonders bei einfachen, rechteckigen Rasenflächen sinnvoll. Im Test konnte der E18 jedoch auch einen komplexeren Garten selbstständig kartieren; an der Karte waren nur wenige kleine Korrekturen nötig.

Sein rein visuelles System umfährt Hindernisse anschliessend wirkungsvoll und liefert einen sauberen Schnitt – auch bei dichtem oder leicht feuchtem Gras. Ausserdem gehört der E18 zu den leisesten Mährobotern in unserem Vergleich. Das ist ein klarer Vorteil für alle, die ihren Garten nicht bei jedem Einsatz in eine Baustelle verwandeln möchten.

Er ist für Flächen bis 1.200 m² konzipiert und bietet zudem eine umfangreiche App, einschliesslich Videoübertragung und 4G-Verbindung. Diese einfache Bedienung hat allerdings ihren Preis: Der E18 kam 2025 für 1.799 Euro auf den Markt.

Schade ist, dass seine ausschliesslich visuelle Navigation bei nachlassendem Licht an Leistungsfähigkeit verliert. Zudem liegt seine maximale Steigfähigkeit bei rund 40 %. Viele günstigere Konkurrenzmodelle übertreffen diesen Wert ohne Mühe.

Das hat uns am eufy E18 gefallen

  • Wirklich überzeugende automatische Kartierung.
  • Besonders leiser Betrieb.
  • Sauberes Mähergebnis selbst in dichtem Gras.

Lesen Sie unseren vollständigen Test des eufy E18.

Segway Navimow i208 LiDAR: der Spezialist für komplexe Gärten

Schmale Durchgänge, Beete, Bäume, Wurzeln und Gartenmöbel: Manche Gärten gleichen einem Hindernisparcours. Genau auf solchen Flächen fühlt sich der Segway Navimow i208 LiDAR besonders wohl. Anders als Roboter, die vor allem auf Satellitenpositionierung angewiesen sind, kombiniert er LiDAR mit einer Weitwinkelkamera, um seine Umgebung zu erfassen. Dadurch behält er auch unter Bäumen oder entlang von Mauern stets die Orientierung.

Während unseres Tests auf einem besonders verwinkelten 250-m²-Grundstück brauchte er keine manuelle Hilfe, um sich aus einer schwierigen Situation zu befreien. Seine Einrichtung ist zudem recht unkompliziert. Die erste Karte lässt sich per Joystick erstellen oder dank LiDAR automatisch erzeugen. Anschliessend können in der App Sperrzonen, Verbindungswege und mehrere Mähbereiche hinzugefügt werden. Diese Flexibilität ist willkommen, wenn sich der Rasen um eine Terrasse, einen Parkplatz oder mehrere Wege herum verteilt.

Die Schnittbreite von 22 cm sorgt für ein gleichmässiges Ergebnis, zudem arbeitet das Gerät vergleichsweise leise. Seine Schwächen zeigen sich hauptsächlich auf stark geneigten oder durchnässten Flächen. An den Rändern arbeitet er ebenfalls nicht perfekt: Entlang von Wegen bleiben etwa 5 cm Gras stehen, an Mauern sogar 10 bis 15 cm.

Mit einem Preis von 1.199 Euro und einer Kapazität von bis zu 800 m² auf einer Karte ist der Navimow i208 LiDAR für einen einfachen Rasen nicht die günstigste Wahl. Wird der Garten jedoch komplexer, zählt er zu den beruhigendsten Lösungen – insbesondere bei zahlreichen Ecken, Hindernissen und schwer zugänglichen Bereichen.

Das hat uns am Segway Navimow i208 LiDAR gefallen

  • Äusserst präzise Navigation in komplexen Gärten.
  • Schnelle Einrichtung ohne Kabel und Antenne.
  • Sauberer Schnitt und hochwertige Verarbeitung.

Lesen Sie unseren vollständigen Test des Segway Navimow i208 LiDAR.

Dreame A3 AWD Pro 5000: ideal für grosse, abschüssige Grundstücke

Mit knapp 24 kg Gewicht und vier angetriebenen Rädern, die jeweils von einem eigenen Motor versorgt werden, erinnert der Dreame A3 AWD Pro 5000 eher an ein kleines Geländefahrzeug als an einen klassischen Mähroboter. Diese enorme Traktion ermöglicht es ihm, Hindernisse bis 5,5 cm Höhe zu überwinden und Steigungen von bis zu 80 % zu meistern.

Auch sein Navigationssystem ist ausgesprochen ambitioniert. Der Roboter vereint ein 360°-3D-LiDAR mit zwei Kameras. Anders gesagt: Alles, was er zur Orientierung braucht, trägt er direkt an Bord. Er ist deshalb nicht auf NetRTK-Dienste mit Satellitennutzung angewiesen. Die integrierte 4G-Verbindung dient nur der Fernsteuerung und Ortung, niemals der Navigation. Sein doppeltes Mähdeck erreicht eine Schnittbreite von 40 cm – beinahe das Doppelte der meisten Roboter in diesem Vergleich.

In Verbindung mit dem grosszügig dimensionierten Akku schaffte er in unserem Test 800 bis 900 m² pro Ladung. Diese Ausdauer ist notwendig, um die angegebenen 5.000 m² bewältigen zu können. Die vollständige Pflege einer Fläche dieser Grösse wird dennoch zwangsläufig mehrere Tage beanspruchen.

Die Leistungsstärke hat jedoch auch Nachteile. Sein Gewicht hinterlässt auf feuchten Böden schnell Spuren und macht das manuelle Versetzen wenig angenehm. Bei einem Preis von 2.999 Euro hätten wir ausserdem eine Abdeckung für die Station im Lieferumfang erwartet.

Für eine ebene und freie Rasenfläche wäre der Dreame A3 AWD Pro 5000 letztlich deutlich überdimensioniert. Seine Stärken spielt er auf grossen, steilen, unebenen und hindernisreichen Grundstücken aus.

Das hat uns am Dreame A3 AWD Pro 5000 gefallen

  • Beeindruckender 4×4-Antrieb auf unebenem Gelände und an Steigungen.
  • Schnittbreite von 40 cm, ideal für grosse Flächen.
  • Vollständig integrierte Navigation mit LiDAR und zwei Kameras, die auch unter Bäumen und nahe Gebäuden zuverlässig arbeitet.

Lesen Sie unseren vollständigen Test des Dreame A3 AWD Pro 5000.

Ein Vergleich, der weiterentwickelt wird

Diese Auswahl wird mit unseren kommenden Tests und neuen Markteinführungen regelmässig ergänzt. Unser Kaufratgeber für Mähroboter erläutert die Unterschiede zwischen RTK-Antenne, NetRTK, LiDAR und kamerabasierter Navigation. Ausserdem beleuchtet er Antrieb, Kartierung und Apps.

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