Intermarché ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Nach Angaben der Handelskette betrifft der Vorfall 287.605 Kundinnen und Kunden ihres Drive-Abholservices – bei knapp 2 Millionen Nutzenden insgesamt. Die Untersuchung dauert jedoch an, sodass sich diese Zahl noch ändern könnte. Den Angreifern gelang der Zugriff auf personenbezogene Daten. Bankdaten, Passwörter und E-Mail-Adressen seien laut Intermarché dagegen nicht betroffen.
Datenschutzverletzungen häufen sich in Frankreich. In dieser Woche bestätigte die Unternehmensgruppe Groupement Mousquetaires, Ziel einer Cyberattacke geworden zu sein. Der Vorfall ereignete sich in der vergangenen Woche und betrifft den Drive-Abholservice von Intermarché.
Wie die AFP berichtet, hat das Unternehmen die 287.605 vom umfangreichen Datenleck betroffenen Kundinnen und Kunden des Drive-Abholservices bereits informiert. Insgesamt nutzen rund 2 Millionen Personen den Dienst. Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Kundinnen und Kunden betroffen sind; die laufenden Ermittlungen sollen dies klären.
Intermarché hat den Vorfall bereits der französischen Datenschutzbehörde CNIL gemeldet und Anzeige erstattet. Bekannt ist zudem, dass die Urheber des Cyberangriffs auf persönliche Nutzerdaten zugreifen konnten. Dazu zählen Vor- und Nachnamen, die Nummer der Kundenkarte sowie Angaben zu Onlinebestellungen. Nicht betroffen sind Intermarché zufolge hingegen Bankdaten, Guthaben auf Kundenkarten, Passwörter und E-Mail-Adressen.
Nach dem Cyberangriff auf Intermarché ist besondere Wachsamkeit erforderlich
Alle Personen, deren Daten infolge dieses Sicherheitsvorfalls abgeflossen sein könnten oder nachweislich abgeflossen sind, werden in jedem Fall zu erhöhter Vorsicht aufgerufen. Die Hacker könnten die bei Intermarché erbeuteten persönlichen Informationen nämlich für Phishing-Kampagnen verwenden.
Mithilfe der Daten über die vom Leck betroffenen Nutzenden könnten Kriminelle sich als Intermarché ausgeben, um weitere sensible Informationen, Passwörter oder Geld zu erbeuten. Solche Betrugsversuche können besonders glaubwürdig wirken, wenn sie konkrete Angaben über die jeweiligen Zielpersonen enthalten.
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