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Samsung Galaxy Z TriFold im ersten Hands-on

Zwei Hände bedienen ein aufgeklapptes faltbares Smartphone mit Videospielen und Videocall auf einem Holztisch.

Samsung hebt faltbare Geräte mit dem Galaxy Z TriFold auf die nächste Stufe. Dieses Smartphone klappt nicht zweimal, sondern dreimal zusammen. Damit vereint es ein klassisches Handy mit einem Tablet – und geht darüber hinaus. Ein in vieler Hinsicht überraschendes Produkt. Unser erster Eindruck.

Seit dem ersten Galaxy Fold von 2019 entwickelt Samsung sein Konzept Jahr für Jahr weiter. 2025 setzte der Hersteller mit dem hochwertigen Galaxy Z Fold 7 ein deutliches Zeichen. Doch wie lässt sich ein bereits weitgehend perfektioniertes Format noch weiterentwickeln? Indem man es grundlegend neu denkt – genau diese Aufgabe übernimmt das Galaxy Z TriFold.

Samsung hat das Galaxy Z TriFold vor einigen Wochen offiziell vorgestellt. Anders als bisherige Modelle wird dieses Smartphone nicht in zwei, sondern in drei Teile gefaltet. Wie funktioniert dieses Konzept, und welchen Nutzen bietet es? Wir konnten es ausführlich ausprobieren und schildern unsere ersten positiven Eindrücke.

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Wie funktioniert das Galaxy Z TriFold?

Das Galaxy Z TriFold bringt ein bisher unbekanntes Format mit. Beim ersten Anfassen wird das Grundprinzip dennoch sofort deutlich: Im Kern handelt es sich um ein Galaxy Z Fold 7, das um ein drittes Segment erweitert wurde.

Zusammengeklappt wirkt es wie ein herkömmliches Smartphone und bietet ein großes 6,5-Zoll-AMOLED-Display. Aufgeklappt entsteht dagegen ein riesiges, ebenfalls mit AMOLED-Technik ausgestattetes 10-Zoll-Panel – also Tablet-Größe. Das Einsatzszenario liegt auf der Hand: Statt ein Smartphone und zusätzlich ein Galaxy Tab S11 zu kaufen, vereint das TriFold beide Geräteklassen. Das Format beeindruckt unmittelbar. Besonders überraschend sind die geringe Bauhöhe von nur 4,2 mm im aufgeklappten Zustand und die solide Anmutung. Natürlich erhöhen zwei Scharniere auch das Risiko möglicher Defekte, doch sie vermitteln zugleich einen beruhigenden Eindruck von Widerstandsfähigkeit. Es bleibt zu hoffen, dass sich dies langfristig bestätigt. Während sich das Z Fold mit einer schnellen Bewegung öffnen ließ, braucht der Vorgang hier etwas mehr Zeit: Er ist weniger intuitiv und dauert länger. Daran muss man sich erst gewöhnen.

Das Galaxy Z TriFold wird ähnlich wie ein Geschenkpaket geschlossen. Dabei gibt es allerdings nur die richtige Reihenfolge: Zuerst muss das linke, anschließend das rechte Segment eingeklappt werden. Versucht der Nutzer aus Neugier oder Gewohnheit den umgekehrten Weg, vibriert das Smartphone deutlich und zeigt eine Meldung auf dem Display an. Sobald nur ein Segment eingeklappt ist, lässt sich der innere Bildschirm nicht verwenden; er wird unscharf dargestellt, bis das Gerät vollständig geschlossen wurde.

Im geschlossenen Zustand ähnelt das Galaxy Z TriFold beinahe einem normalen Smartphone. Beinahe, denn mit 12,2 mm ist es recht dick. Das übertrifft nicht nur klassische Smartphones, sondern sogar das Galaxy Z Fold 6, das genau dafür kritisiert worden war. Dieses Zugeständnis scheint unvermeidlich, denn bislang ist kaum vorstellbar, wie sich die Segmente ohne diesen Nachteil übereinanderlegen ließen. Mit 239 Gramm bringt es zudem etwas Gewicht auf die Waage, was aber noch vertretbar bleibt. Zu den Schwächen gehören auch die weiterhin gut sichtbaren zwei Faltlinien im inneren Display. Mit der Zeit nimmt man sie weniger wahr, vorhanden sind sie aber weiterhin.

Die technische Leistung des Galaxy Z TriFold ist beeindruckend. Es ist zwar gewissermaßen ein Z Fold 7 auf Steroiden, doch das Format macht Spaß: es zu falten, aufzuklappen, Videos darauf zu schauen oder zu spielen. Darüber hinaus reduziert das 4:3-Format des Innendisplays die schwarzen Balken, die beim Z Fold 7 zu sehen waren, ein Stück weit. Das Galaxy Z TriFold erfüllt damit das Versprechen, Smartphone und Tablet in einem Gerät zu vereinen. Daneben wirkt der innere Bildschirm des Z Fold 7 schlicht wie ein großes Smartphone.

Galaxy Z Trifold
Abmessungen Aufgeklappt: 153,5 x 132,6 x 5,6 mm
Zusammengeklappt: 153,5 x 68,1 x 12,1 mm
Gewicht 239 Gramm
Displays Innen: 10 Zoll, AMOLED 2X LTPO 120 Hz, 1600 Nits
1584 x 2160 Pixel
Außen: 6,5 Zoll
AMOLED 2X LTPO 120 Hz 2600 Nits
2520 x 1080 Pixel
Prozessor Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5
RAM 16 GB
Speicher 512 GB 1 TB
Betriebssystem Android 16/OneUI 8
Kamerasensoren 200-Megapixel-Weitwinkelsensor (f/1.7)
12-Megapixel-Ultraweitwinkelsensor (f/2.2)
10-Megapixel-Telefotosensor (f/2.4), 3-facher optischer Zoom
Selfie-Sensor 2X 10 Megapixel
Biometrie Fingerabdrucksensor an der Seite
Akku 5600 mAh, 45-W-Schnellladen
IP-Zertifizierung IP 48
Farbe Schwarz

Was lässt sich mit dem Galaxy Z TriFold machen?

Technisch macht das Z TriFold Eindruck – doch was kann man konkret damit anfangen? Samsung verfeinert die Nutzungsszenarien des Z Fold seit Jahren, und von dieser gesammelten Erfahrung profitiert auch das neue Gerät.

Natürlich eignet es sich hervorragend für Unterhaltung. Videos ansehen, spielen oder einen Videoanruf mit dem 10-MP-Selfie-Sensor führen: Auf einem derart großen Bildschirm ist das angenehm, allein rechtfertigt es dieses Format aber nicht vollständig. Samsung setzt deshalb auf Produktivität und stattet OneUI mit mehreren Funktionen aus, die auf das 10-Zoll-Panel zugeschnitten sind.

Das Multitasking wurde entsprechend erweitert. Auf jedem Segment kann ein separates vertikales Fenster platziert werden, insgesamt also drei Fenster. Denkbar wären etwa eine Webseite, ein Video und eine dritte Ansicht für Notizen – per Tastatur, denn der S-Pen wird leider nicht unterstützt. Galaxy AI soll die Produktivität ebenfalls möglichst einfach machen: Texte und Bilder lassen sich kopieren und einfügen, ebenso ein Bildelement, das automatisch freigestellt wird. Das ist nicht nur leicht zu bedienen, sondern auch effizient. Streng genommen ist dies keine Neuheit, da all das bereits auf dem Z Fold verfügbar ist. Samsung hat es jedoch überzeugend an das 10-Zoll-Format angepasst und die drei Segmente berücksichtigt. Clever.

Unser bevorzugtes Einsatzgebiet bleibt jedoch Dex. Das Z TriFold kann mit jedem Bluetooth-Bildschirm verbunden werden, um Dex zu aktivieren, Samsungs „Windows-Desktop“-Oberfläche. Das Smartphone wird auf den externen Bildschirm übertragen, dient aber weiterhin als zweiter Bildschirm. Mit einer Maus lässt sich so ganz natürlich zwischen beiden Anzeigen wechseln. Dex kann ebenso direkt auf dem TriFold gestartet werden, an das sich Tastatur und Maus anschließen lassen. Auf einem 10-Zoll-Panel ist Büroarbeit durchaus realistisch.

Die Vielseitigkeit des TriFold eröffnet zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten. Man kann es sich als klassisches Smartphone auf der Straße oder in der U-Bahn vorstellen, das bei der Arbeit aufgeklappt und mit einem zweiten Bildschirm verbunden wird – oder zu Hause für entspanntes Videoschauen auf dem Sofa. Die Möglichkeiten sind vielfältig, nun muss das Produkt nur noch beweisen, dass es seine Versprechen einlöst. Die größte Sorge gilt der Akkulaufzeit. Angesichts eines 5600-mAh-Akkus stellt sich die Frage, ob das Gerät einen ganzen Tag durchhält. Entscheidend werden die Softwareoptimierung und der Energieverbrauch des Prozessors sein.

Aber was kostet das alles?

Das Galaxy Z TriFold auszuprobieren, ist ein angenehmes Erlebnis. Doch würde man es auch kaufen? Die technische Meisterleistung des Produkts steht außer Frage. Es vereint aktuelle High-End-Komponenten wie den Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 und einen 200-Megapixel-Weitwinkelsensor, der auch im Z Fold 7 zum Einsatz kommt. Entsprechend hoch fällt der Preis aus: Umgerechnet sind es fast 2200 Euro. Man könnte argumentieren, dass dies dem Gesamtpreis eines Smartphones, eines High-End-Tablets und eines Z Fold 7 entspricht, doch für ein Smartphone bleibt es sehr teuer. Dabei handelt es sich wohlgemerkt um den koreanischen Preis, in Euro umgerechnet. Sollte das Gerät hierzulande auf den Markt kommen, kämen die verschiedenen Steuern noch hinzu.

Vorerst stellt sich die Kaufentscheidung ohnehin nicht. Das Galaxy Z TriFold ist ausschließlich für den koreanischen Markt vorgesehen. Samsung plant zwar eine Vermarktung in weiteren Ländern wie China oder den USA, Europa gehört aber nicht dazu. Zumindest ist dies laut Samsung Frankreich derzeit nicht geplant. Vielleicht müssen wir auf Version 2 warten?

Unabhängig davon ist das Galaxy Z TriFold ein faszinierendes Smartphone – die Art von „Wow“-Produkt, die man unbedingt verwenden möchte. Es ist Samsungs neues technisches Aushängeschild und könnte lediglich den ersten Schritt darstellen, um das faltbare Format in unterschiedlichsten Varianten umzusetzen. Und wie jedes technische Aushängeschild hat es seinen Preis …

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