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Rowenta Clean-It Compact im Test: Kleine Polsterreinigungsmaschine für alte Sofas

Mann reinigt Fleck auf beigem Sofa mit Dampfreiniger in hellem Wohnzimmer.

Eine Polsterreinigungsmaschine für ein altes Sofa – kann das funktionieren? Und wie zuverlässig beseitigt sie die kleinen Missgeschicke des Alltags? Genau das wollte ich mit dem Rowenta Clean-It Compact herausfinden.

Unter den vielen Nischen, die mein TikTok-Algorithmus mir ausspielt, haben Videos über die Reinigung von Teppichen oder Fahrzeuginnenräumen für mich eine beinahe ASMR-artige Wirkung. Als großer Fan von Powerwash Simulator, einer Reinigungssimulation mit Hochdruckreiniger, finde ich es ausgesprochen befriedigend, wenn Schmutz nach und nach verschwindet.

Nachdem ich unzählige Aufnahmen von Stoffen gesehen hatte, die wieder in ihrem ursprünglichen Glanz erstrahlten, betrachtete ich mein Sofa plötzlich mit anderen Augen – beinahe angewidert und neidisch auf diese makellosen Textilien. Als Rowenta mir daraufhin einen Test des Clean-It Compact anbot, sagte ich sofort zu, obwohl dies nicht gerade mein Fachgebiet ist.

Rowenta bezeichnet das Gerät als „eine einfache und wirksame Lösung zum Entfernen alltäglicher Flecken“. Es verbindet Saugleistung mit feuchtem Bürsten, um Verunreinigungen zu lösen, und bleibt dabei kompakt genug zum unkomplizierten Verstauen. Zeit zu prüfen, was es leistet.

Tatsächlich kompakt gestaltet

Der Clean-It Compact ist auf leichtes Verstauen und Transportieren ausgelegt. In seinem 34 × 32,9 × 25 cm großen Gehäuse befinden sich zwei Wasserbehälter – für sauberes und schmutziges Wasser –, die Elektronik, das Stromkabel und der Saugschlauch. Rollen gibt es nicht, dafür einen Tragegriff an der Oberseite sowie rückseitige Halterungen zum Aufwickeln von Netzkabel und Schlauch. Das Konzept ist grundsätzlich durchdacht, doch ein automatischer Kabeleinzug wie bei einem Bodenstaubsauger wäre praktischer gewesen. Zwar wirkt der Kunststoff der Halteclips stabil, aber bei einem Gerät, das regelmäßig transportiert werden soll, kann schnell einmal etwas abbrechen.

Der Transport funktioniert dank des oberen Griffs und eines Gewichts von unter 4 kg ebenso unkompliziert wie das Verstauen. Würde das Kabel im Inneren des Reinigers untergebracht, wäre hinten zudem Platz, um die verschiedenen Düsen einzuhängen. In der aktuellen Ausführung müssen diese separat aufbewahrt werden.

Mit 4 m Stromkabel und einem 1,65 m langen Schlauch muss man nicht direkt neben der Steckdose arbeiten, allzu weit entfernt darf sie jedoch ebenfalls nicht sein. Einige Konkurrenzgeräte gibt es selbst in ähnlichen Preisbereichen mit Akku und damit völlig kabellos. Für mein Sofa ist das kein Nachteil, beim Reinigen eines Autos kann es aber anders aussehen.

Jedes Bauteil des Clean-It Compact ist eindeutig gekennzeichnet. Die beiden Tanks tragen entweder die Aufschrift „sauberes Wasser“ mit einem transparenten Wassertropfen oder „schmutziges Wasser“ mit einem schwarzen Tropfen. Sie lassen sich nicht vertauschen – damit der schöne weiße Teppich nicht mit dem schlammigen Wasser der vorherigen Autopolsterreinigung behandelt wird. Mittig neben dem Griff sitzt ein einzelner, unübersehbarer Einschaltknopf. Auch die Zubehörteile sind klar beschriftet: Der Hinweis „Verriegelungssystem“ und ein Schloss am Knopf zum Wechseln der Düse lassen keine Fragen offen. Das ist selbst ohne Englischkenntnisse verständlich.

Bedienung und Pflege des Clean-It Compact

In der Praxis ist der Clean-It Compact ausgesprochen leicht zu bedienen. Den Frischwassertank nimmt man einfach am vorgesehenen Griff heraus, füllt ihn gemäß der aufgedruckten Markierung und kann loslegen. Danach wird der Tank wieder eingerastet, eine zur Oberfläche passende Düse angebracht, das Gerät angeschlossen und eingeschaltet. Während des Bürstens betätigt man den Abzug, um die Reinigungsmittellösung aufzutragen. Rowenta legt dem Gerät übrigens 250 ml Reinigungsmittel bei. Stundenlanges Studium der Bedienungsanleitung ist nicht erforderlich: Der Clean-It Compact ist sofort einsatzbereit.

Wie bei allen Reinigern sollte man zunächst an einer verdeckten oder kaum sichtbaren Stelle testen, ob der Stoff die Behandlung verträgt, bevor man die Mitte der Fläche bearbeitet. Ich habe mehrere Materialien ausprobiert, darunter Leinen – die Drama-Queen unter den Textilien –, und hatte damit keinerlei Probleme.

Während des Betriebs ist das Gerät nun einmal ein Staubsauger – einschließlich der entsprechenden Geräuschkulisse. Wer es abends einsetzen möchte, während Kinder daneben schlafen oder die bessere Hälfte fernsieht, wird seine Pläne ändern müssen. Meine Katze reagierte beim Einschalten genauso wie bei meinem normalen Staubsauger: ein finsterer Blick auf dieses Teufelsgerät, gefolgt von einer Flucht unters Bett. Zugegeben, sie übertreibt, doch ihre Empfindlichkeit vermittelt einen guten Eindruck vom Lärmpegel. Dafür dauert eine vollständige Reinigung kleiner Flächen nur wenige Minuten.

Der Hersteller empfiehlt, das Gerät nach jedem Einsatz zu säubern. Um herauszufinden, ob dieser Hinweis wirklich nötig ist, habe ich genau das absichtlich NICHT getan. Vorweggenommen: Er ist absolut berechtigt. Nachdem ich essbare Reste aufgesaugt hatte, ließ ich den Clean-It Compact etwa eine Woche in seiner Ecke stehen und vor sich hin gären. Es war ein beeindruckendes Gefühl, Gott zu spielen und im Schmutzwassertank ein neues, schaumiges Ökosystem mit eigenem Willen entstehen zu lassen.

Irgendwann muss das Gerät natürlich doch gereinigt werden. Die Behälter lassen sich leicht herausnehmen und unter fließendem Wasser säubern, gehören allerdings nicht in die Spülmaschine. Noch besser: Eine Düse zum Durchspülen des Schlauchs ist ebenfalls vorhanden. Sie wird angebracht, in den Frischwassertank getaucht und anschließend startet man die Absaugung für einen 30-sekündigen Selbstreinigungsdurchlauf. Danach müssen die Behälter nur noch ausgespült und an der Luft getrocknet werden.

Ein kleiner Hinweis: Der Schmutzwassertank besitzt mehrere schwer zugängliche Ecken, falls sich dort Rückstände festsetzen. Der Frischwassertank ist zum Glück glatter gestaltet und lässt sich deshalb gründlicher reinigen.

Reinigungsleistung bei Flecken

Wie bereits zu Beginn erwähnt, wollte ich vor allem feststellen, wie gut der Clean-It Compact mein Leinen-Sofa reinigt. Dieses ist von der Sonne ausgeblichen – was eine Reinigung selbstverständlich nicht beheben kann –, durch mein stattliches Hinterteil abgenutzt und an mehreren Stellen fleckig. Auf einem Kissen befanden sich kleine Blutflecken von einer etwas ruppigen Glatzenrasur, auf der Sitzfläche ein älterer, verschmierter Essensfleck. Es handelte sich also um hartnäckige, eingetrocknete Verschmutzungen.

Bevor ich mich mit möglichem Bedauern direkt auf mein Sofa stürzte, testete ich die Rowenta-Polsterreinigungsmaschine zunächst an einem Reststück kurzflorigen Teppichs aus einem Geschäft. Darauf verteilte ich großzügig Kaffee, Senf, Ketchup, Schlamm und Mascara. Damit alles gründlich in die Fasern eindringen konnte, wartete ich ungefähr zwanzig Minuten, bevor ich mit der Reinigung begann.

Der erste Durchgang liefert den eindrucksvollsten Effekt. Bereits eine einzige Behandlung mit der feuchten Bürste entfernt den Großteil des Schmutzes. Die Bürste löst gröbere Rückstände aus den Fasern, während die Absaugung sie beseitigt – mit sehr zufriedenstellendem Ergebnis. Dennoch braucht es etwas körperlichen Einsatz und mehrere Vor- und Rückbewegungen, um die Flecken weitgehend zu entfernen. Kaffee, Schlamm und Ketchup verschwanden vollständig, Mascara und Senf hatten sich dagegen bereits stärker im Teppich festgesetzt. Nach dem Trocknen war das Resultat verblüffend, doch bei ganz nahem Hinsehen ließen sich die vorher verschmutzten Bereiche noch erkennen. Nach einem zweiten Durchgang war das Missgeschick fast nicht mehr auszumachen.

Apropos Trocknung: Darüber muss man sprechen. Die Absaugung mit bis zu 11,5 kPa oder 400 W entfernt bei Weitem nicht die gesamte Feuchtigkeit aus dem Stoff. In meinem grauen Dezember, bei 19 bis 20 Grad Celsius in der Wohnung, brauchten sowohl der Teppich als auch das Sofa mehrere Stunden, um vollständig zu trocknen. Die Sofakissen stellte ich sogar in die Nähe der Heizung, um den Vorgang zu beschleunigen. Trotzdem konnte ich mich erst nach mehr als vier Stunden wieder daraufsetzen.

Und wie sieht mein Sofa nach der Behandlung aus? Ich muss zugeben, dass mich das Ergebnis positiv überrascht hat. Bei alten, tief eingezogenen Flecken hatte ich keine Wunder erwartet, doch die Sitzfläche wurde deutlich aufgefrischt. Die Reinigung hat der Farbe natürlich nicht ihren ursprünglichen Glanz zurückgegeben, was auch nicht zu erwarten war. Der Stoff wirkt jedoch sichtbar sauberer, wodurch die Abnutzung weniger auffällt – etwas, das zuvor mit feuchtem Tuch und Seife nicht gelungen war.

Perfekt ist das Ergebnis allerdings weiterhin nicht. Die Blutflecken wurden beispielsweise nicht einmal abgeschwächt.

Als letzten, nicht ganz unwichtigen Test nahm ich ein altes Kissen. Sie kennen es: jenes Exemplar, das man „für alle Fälle“ aufbewahrt und das gelbliche Ränder aus einer Mischung von Schweiß und Hauttalg aufweist. Auch hier waren die Spuren tief eingezogen, und selbst mehrere Durchgänge konnten sie nicht entfernen. Allenfalls wurden sie leicht abgemildert. Ein Bad in Natriumpercarbonat und ein Waschgang in der Maschine erwiesen sich letztlich als wesentlich wirksamer – und ökologischer als Reinigungsmittel.

Mein Urteil zum Rowenta Clean-It Compact

Der größte Vorzug des Rowenta Clean-It Compact steckt bereits im Namen: Es handelt sich um eine kleine Polsterreinigungsmaschine. Sie muss weder im Keller noch in der Garage untergebracht werden; ein einfacher Schrank oder der Platz auf einem hohen Möbelstück reicht für das kompakte Gerät aus.

Bei der Reinigungsleistung muss ich anerkennen, dass es mit frischen Flecken gut zurechtkommt – unabhängig davon, ob sie flüssig, pastös oder fest sind. Das Zusammenspiel aus Reinigungsmittel und Absaugung beseitigt Missgeschicke des Alltags schnell. Für Haushalte mit einem Kind, einem Haustier oder sogar beidem kann das einen echten Unterschied machen. Mit 130 Euro – während des Schwarzen Freitags wurde es sogar für 99 € angeboten – ist die Anschaffung zudem nicht übermäßig teuer.

Wer hingegen zu lange wartet, erhält keinen Ersatz für eine professionelle Reinigung: Eingetrocknete Flecken setzen dem Gerät Grenzen. Ja, selbst kurz vor Weihnachten gibt es keine Wunder.

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