Diese Sicherheitskamera von Reolink verbindet sich per WLAN mit dem Internetrouter, wird über ihren Akku oder Solarenergie betrieben, speichert Videos auf einer microSD-Karte und lässt sich mit einer umfangreichen, leicht zugänglichen App steuern. Unser ausführlicher Test.
Wer in einem Einfamilienhaus lebt, kann mit einer Überwachungskamera an der Vorderfassade für mehr Sicherheitsgefühl sorgen – etwa um nachzusehen, wer an der Haustür geklingelt hat. Auch bei einem großen Garten mit Schuppen, Gartenhaus oder Anbaufläche am hinteren Ende kann ein solches Gerät hilfreich sein, um das Eindringen mehr oder weniger störender Tiere festzustellen.
Reolink Solar Floodlight zum besten Preis
Grundpreis: 99 €
| Händler | Preis | Angebot |
|---|---|---|
| Amazon | 109 € | Angebot ansehen |
Das Angebot in diesem Bereich ist enorm: Die Kameras sind unterschiedlich umfangreich ausgestattet und mehr oder weniger einfach zu montieren sowie in Betrieb zu nehmen. Die Solar Floodlight Cam von Reolink erfordert dabei nahezu keinerlei spezielle Vorkenntnisse. Sie kommt ohne Kabelverbindung aus, muss lediglich mit dem Internetrouter gekoppelt werden und benötigt keinen Netzanschluss, da sie einen Akku besitzt und durch Solarenergie versorgt werden kann.
Wir schauen uns an, welche Funktionen die Solar Floodlight Cam bietet und ob ihre Installation tatsächlich so unkompliziert gelingt, wie Reolink verspricht.
Preis und Verfügbarkeit
Im Reolink-Shop kostet die Solar Floodlight Cam derzeit 99 € statt regulär 110 €. Zudem bietet der Hersteller ein Set mit zwei Kameras für 192,49 € an, was praktisch sein kann, um sowohl die Vorder- als auch die Rückseite des Hauses abzusichern.
Optional sind mehrere Zubehörteile erhältlich, darunter ein externer Akku und zusätzliche Solarmodule. Letztere bieten sich an, wenn die Kamera nur an einem Ort angebracht werden kann, an dem ihr eigenes Solarpanel nicht direkt von Sonnenlicht erreicht wird.
Erster Eindruck
Der Lieferumfang fällt erfreulich umfangreich aus. Neben der Kamera liegen eine Halterung mit schwenkbarem Kugelgelenk, Schrauben samt passenden Dübeln, ein Montageschlüssel, ein USB-C-Kabel und eine Bohrschablone bei.
Die Solar Floodlight Cam ist recht groß und bringt eine besonders vollständige Ausstattung mit:
- Zwei schwenkbare LED-Strahler
- Ein fest montiertes Solarpanel
- Einen USB-C-Anschluss zum schnelleren Laden des Akkus
- Einen microSD-Kartensteckplatz
- Eine Ein-/Aus-Taste
Installation
Für Personen, die nicht zumindest etwas handwerklich versiert sind, dürfte die Montage der Kamera der anspruchsvollste Schritt sein. Nachdem der passende Befestigungsort festgelegt wurde, müssen lediglich zwei Löcher gebohrt werden. Je nach Untergrund kann das natürlich unterschiedlich leicht sein; für unseren Test war die Kamera an einem Holzbalken befestigt. Die im Karton enthaltene Papierschablone gibt den korrekten Abstand zwischen den Bohrlöchern vor.
In diesen beiden Löchern wird zunächst die erste Halterung angebracht. Darauf wird anschließend eine zweite Halterung geschraubt, die mit einem Gewindestift und einem Kugelgelenk versehen ist. Damit lässt sich die Kamera in sämtliche Richtungen ausrichten.
Zum Abschluss wird die Kamera auf diese zweite Halterung geschraubt und mit dem mitgelieferten kleinen Kunststoffwerkzeug fest fixiert.
Selbstverständlich verfügt die Kamera über die Schutzklasse IP66 und ist damit regenfest – was man bei einer Außenkamera auch erwarten darf.
Kurz gesagt: Innerhalb weniger Minuten hängt die Kamera an ihrem Platz.
Vorher sollte der Akku aufgeladen werden. Mit seiner Kapazität von 7800 mAh soll er laut Hersteller eine Laufzeit von drei Monaten ermöglichen. Reolink gibt außerdem an, dass eine Stunde direkte Sonneneinstrahlung auf das Solarpanel für 24 Stunden Betrieb ausreicht.
Etwas schade ist, dass auch das Solarpanel nicht über ein Kugelgelenk verfügt, um optimal ausgerichtet werden zu können. In unserem Fall verhinderte eine Regenrinne direkt oberhalb des Montageorts, dass Sonnenstrahlen das Panel unmittelbar trafen.
Als echtes Problem erwies sich das jedoch nicht: Nach einer Woche Nutzung zeigte die App keinen Rückgang des Ladezustands an.
Das Panel sollte zudem nicht zu stark verschmutzen. Ein gelegentliches Abwischen mit einem Tuch hilft dabei, die bestmögliche Effizienz zu erhalten.
Die Einrichtung beginnt erwartungsgemäß mit dem Einschalten der Kamera. Dazu wird die Starttaste einige Sekunden gedrückt gehalten, woraufhin das Gerät einen Signalton ausgibt.
Nach dem Herunterladen und Starten der App für PC, Mac, Android oder iOS führt die Installationsroutine Schritt für Schritt durch die Konfiguration. Der Ablauf ist ausgesprochen einfach und schnell erledigt. Eine französischsprachige Stimme, Signaltöne und die Farbe der Status-LED informieren darüber, ob die Ersteinrichtung korrekt fortschreitet.
Bei der ersten Installation muss der auf der Rückseite der Kamera angebrachte QR-Code gescannt werden, damit die App das Gerät erkennt.
Bei der ersten Verbindung mit dem Internetrouter per WLAN 6 im 2,4- und 5-GHz-Band ist natürlich das WLAN-Passwort einzugeben. Soll die Kamera danach von einem anderen Gerät aus gesteuert oder sollen dort gespeicherte Aufnahmen angesehen werden, erfolgt die Kopplung automatisch, da die Kamera bereits mit dem Router verbunden ist.
App und Aufnahmequalität der Reolink Solar Floodlight Cam
Wie bereits erwähnt, benötigt die Solar Floodlight Cam weder für die Stromversorgung noch für die Netzwerkverbindung ein Kabel. Ebenso wenig ist ein Abonnement erforderlich, um aufgenommene Fotos und Videos zu speichern: Sämtliche Inhalte werden direkt auf der microSD-Karte abgelegt.
Die Reolink-Software ist umfangreich ausgestattet und zugleich sehr intuitiv bedienbar. Sie zeigt das Kamerabild live an und ermöglicht einen manuellen Zoom, das Aufnehmen von Fotos, das Aufzeichnen einer Videosequenz und sogar Gespräche mit Personen, die sich im Sichtfeld der Kamera befinden.
Das Sichtfeld beträgt 150 Grad. Aufgezeichnet wird in QHD mit 2560 x 1440 Pixeln bei maximal 15 Bildern pro Sekunde.
Ergänzt wird die Ausstattung durch eine 110-dB-Sirene, die jederzeit aktiviert werden kann – ebenso wie die LED-Strahler.
Nachts lassen sich Licht und Sirene so einstellen, dass sie bei jeder Bewegungserkennung automatisch ausgelöst werden. Diese Funktion sollte allerdings zurückhaltend genutzt werden, denn Nachbarn dürften wenig begeistert sein, wenn sie sich nachts zu häufig wiederholt.
Im Test überzeugte die Nachtsicht. Standardmäßig filmt die Solar Floodlight Cam bei Dunkelheit in Schwarz-Weiß. Erkennt der IR-Sensor jedoch eine Präsenz in bis zu 10 m Entfernung, schalten sich die Strahler ein und die Aufzeichnung wechselt in den Farbmodus.
Die beiden LED-Strahler erreichen jeweils eine Helligkeit von 1000 Lumen. Außerdem lässt sich die Farbtemperatur zwischen 3000 K für warmes, gelbliches Licht und 6000 K für kühles, bläuliches Licht einstellen.
Die aufgenommenen Videosequenzen bieten eine recht gute Qualität, allerdings fiel uns ein kleiner Nachteil auf: Aufgrund der standardmäßig hohen Leistung der Strahler ist das Gesicht gefilmter Personen oft überbelichtet. Steht die Person zu nah vor der Kamera, lässt sie sich dann nicht mehr identifizieren. Abhilfe schafft es, die LED-Leistung in der App zu reduzieren.
Der Hersteller hebt außerdem den Einsatz künstlicher Intelligenz hervor – sie ist offenbar wirklich überall –, um Menschen von Katzen oder Hunden zu unterscheiden. In letzterem Fall sollte die Kamera eigentlich keine Benachrichtigungen auslösen. In der Praxis wurde unser kleiner roter Kater, der vor der Kamera hin- und herlief, jedoch erkannt und löste sowohl eine Warnung als auch eine Videoaufzeichnung aus.
Die App bietet darüber hinaus eine Funktion, die durch Anpassung der Bewegungssensor-Empfindlichkeit die Zahl falscher Warnungen per E-Mail und Benachrichtigung verringern soll. Das kann sehr nützlich sein, denn bereits Äste eines im Wind schwankenden Strauchs reichten in unserem Test aus, um zahlreiche Meldungen zu erzeugen.
Dagegen lassen sich auch Ausschlusszonen definieren. Wird eine Person oder ein Tier innerhalb einer solchen Zone erkannt, erzeugt dies keine Warnung. Einziger Haken: Während die Option für die Erkennung von Tieren, Fahrzeugen oder Personen funktionierte – die Zone wird einfach mit dem Finger auf dem Display eingezeichnet –, klappte sie nicht bei „anderen“ Objekten wie einem Strauch. Schade!
Abschließend sei erwähnt, dass die Reolink Solar Floodlight Cam mit Google Assistant und Alexa kompatibel ist. Wir konnten die Kamera daher mit unserem Amazon-Echo-Gerät verbinden. Dazu genügt die sehr einfache Einrichtung, bei der Amazon-Zugangsdaten und Passwort eingegeben werden. Anschließend kann Echo das Livebild der Kamera auf Sprachbefehl anzeigen: „Alexa, zeige das Bild der Kamera“. Das Alexa-kompatible Gerät gibt außerdem den Ton wieder, den das Mikrofon der Kamera aufnimmt. Beispielsweise lassen sich auch die LEDs einschalten.
Unser Urteil zur Reolink Solar Floodlight Cam
Trotz ihres etwas sperrigen Formats ist diese Kamera sehr schnell einsatzbereit, denn zu ihrer Befestigung müssen nur zwei Löcher gebohrt werden. Auch die Verbindung mit dem Internetrouter und die Einrichtung dauern dank der gut gestalteten, selbst für „Nicht-Geeks“ leicht bedienbaren Reolink-App nur wenige Minuten.
Sofern nicht eine sehr, sehr lange Sonnenfinsternis eintritt, besteht kein Grund zur Sorge um die Energieversorgung. Der interne Akku wird durch das große Solarpanel fortlaufend geladen. Wenn man etwas kritisieren möchte, dann wäre ein ebenfalls schwenkbares Solarpanel wünschenswert – ähnlich wie die LED-Strahler, während diese wiederum auch fest montiert sein könnten.
Auch beim Speicher gibt es keinen Anlass zur Sorge, weil alle Inhalte auf einer microSD-Speicherkarte abgelegt werden. Die Qualität der gespeicherten Videos ist zufriedenstellend, Personen und Tiere sind darauf recht gut zu erkennen.
Letztlich lassen sich zahlreiche Einstellungen fein abstimmen, um die Kamera genau nach Wunsch zu verwalten. Man sollte lediglich etwas Zeit investieren, um etwa die Empfindlichkeit passend anzupassen und nicht von unnötigen Warnungen überflutet zu werden.
Reolink Solar Floodlight zum besten Preis
Grundpreis: 99 €
| Händler | Preis | Angebot |
|---|---|---|
| Amazon | 109 € | Angebot ansehen |
Reolink Solar Floodlight Cam
94,99 Euro
9
| Kriterium | Bewertung |
|---|---|
| Installation | 9.0/10 |
| Benutzerfreundlichkeit (App) | 9.0/10 |
| Akkulaufzeit | 10.0/10 |
| Aufnahmequalität | 8.0/10 |
Das gefällt uns
- Großes Solarpanel
- Zwei leistungsstarke, schwenkbare LED-Strahler
- Effektiver Lautsprecher und Mikrofon
- Farbaufnahmen bei Nacht
- Ausreichend leistungsstarke Sirene zur Abschreckung
Das gefällt uns weniger
- Etwas sperrig
- Solarpanel nicht schwenkbar
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