Die Technik des doppelten Schleuderns besteht darin, nach Abschluss des Waschprogramms einen zusätzlichen Schleudergang laufen zu lassen. Indem vor dem Aufhängen mehr Wasser aus den Fasern entfernt wird, verkürzt diese Methode die Trocknungszeit in Wohnungen, geschlossenen Waschräumen und an Regentagen – ohne die Heizung eines Wäschetrockners zu nutzen.
Warum beschleunigt ein zweiter Schleudergang das Trocknen?
Beim Schleudern dreht sich die Trommel mit hoher Geschwindigkeit, sodass Wasser durch die kleinen Öffnungen der Waschmaschine aus den Textilien gepresst wird. Moderne Waschmaschinen durchlaufen Wasch-, Spül- und Schleuderprogramme; der letzte Schritt entfernt überschüssiges Wasser, bevor die Wäsche aufgehängt wird.
Wird der Vorgang wiederholt, lässt sich ein Teil der Feuchtigkeit beseitigen, die noch zwischen den Fasern eingeschlossen ist. Die Kleidung kommt leichter und weniger durchnässt aus der Maschine, sodass auf dem Wäscheständer weniger Wasser verdunsten muss.
- Entfernt zusätzliches Wasser aus Nähten, Taschen und dicken Stoffen;
- verkürzt die Zeit, in der Kleidungsstücke feucht bleiben;
- hilft, Gerüche durch zu langsames Trocknen zu vermeiden;
- verbraucht deutlich weniger Energie als ein Trockengang mit Heißluft;
- erleichtert das Trocknen in Räumen ohne direkte Sonneneinstrahlung.
Wie wird das doppelte Schleudern richtig durchgeführt?
Lassen Sie die Wäsche nach Ende des Waschprogramms in der Trommel und wählen Sie ausschließlich die Schleuderfunktion. Stellen Sie die höchste Drehzahl ein, die laut Pflegeetiketten und Bedienungsanleitung der Maschine zulässig ist, verteilen Sie die Ladung gleichmäßig und warten Sie den zusätzlichen Durchgang ab, bevor Sie alles auf den Wäscheständer hängen.
- Prüfen Sie, ob sich kein Kleidungsstück verheddert hat oder einseitig liegt;
- überschreiten Sie nicht die für die Waschmaschine angegebene Kapazität;
- wählen Sie nur die Schleuderfunktion;
- nutzen Sie hohe Drehzahlen ausschließlich bei robusten Stoffen;
- nehmen Sie die Wäsche sofort nach Programmende heraus und hängen Sie sie auf.
Welche Textilien vertragen die höchste Drehzahl am besten?
Baumwolle, Jeans, Handtücher, Bettwäsche und strapazierfähige Synthetikstoffe halten meist einen intensiveren Schleudergang aus. Auch Sweatshirts und dicke Hosen profitieren häufig davon, weil sich viel Wasser in den Fasern, Bündchen und Nähten sammelt.
Beachten Sie vor der Wahl der Drehzahl stets das Pflegeetikett. Eine zu hohe Drehzahl kann Falten verstärken, Gummizüge abnutzen oder Kleidung verformen, deren Konstruktion nicht für starke Bewegungen ausgelegt ist.
Bei welchen Kleidungsstücken ist beim zusätzlichen Schleudergang Vorsicht geboten?
Wolle, Seide, Spitze, BHs, empfindliche Strickwaren sowie Kleidung mit Stickereien oder lockeren Applikationen können ihre Form verlieren oder zu stark reiben. Wählen Sie für solche Stücke eine niedrige Drehzahl, verwenden Sie – wenn zulässig – einen Wäschesack oder verzichten Sie auf das zweite Schleudern.
- Trennen Sie empfindliche Stoffe von Handtüchern und Jeans;
- halten Sie die auf dem Etikett angegebene Drehzahl ein;
- schleudern Sie Wolle nicht bei maximaler Drehzahl;
- wiederholen Sie den Schleudergang nicht bei Stücken mit geschwächten Nähten;
- stellen Sie die Anwendung ein, wenn sich die Kleidung verformt oder Abnutzung zeigt.
Der Abstand auf dem Wäscheständer vervollständigt die Technik
Auch nachdem vor dem Aufhängen zusätzlich Wasser entfernt wurde, braucht die Wäsche Luftzirkulation, um vollständig zu trocknen. Schütteln Sie jedes Teil aus, öffnen Sie Taschen und Kapuzen und lassen Sie zwischen den Kleidungsstücken ausreichend Platz. Vermeiden Sie Überlappungen, die Wasserdampf festhalten und die Feuchtigkeit länger bewahren.
Das doppelte Schleudern bereitet die Wäsche auf den Wäscheständer vor, ersetzt jedoch nicht das vollständige Trocknen. Bei geöffnetem Fenster, einem auf den Raum gerichteten Ventilator und gut verteilter Wäsche entweicht die Feuchtigkeit schneller aus den Fasern – auch in geschlossenen Räumen ohne direkte Sonneneinstrahlung.
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