Dunkle Flecken an der Rückwand des Schranks, ein intensiver Geruch und Kleidung, die „zu lange aufbewahrt“ wirkt, deuten häufig auf ein leicht verständliches, aber schwer zu übersehendes Problem hin: Schimmel. In feuchten Gebieten oder schlecht gelüfteten Wohnungen bietet der Kleiderschrank Pilzen ideale Wachstumsbedingungen. Sie ernähren sich von Rückständen, Staub und Textilfasern. Schimmel kann nicht nur Kleidungsstücke beschädigen, sondern auch die Luftqualität beeinträchtigen und bei empfindlichen Menschen Atemwegsbeschwerden auslösen.
Wie lässt sich Schimmel im Kleiderschrank im Alltag vermeiden?
Die Luftfeuchtigkeit zu regulieren, ist der direkteste Weg, um Schimmelbildung im Kleiderschrank zu verhindern. Möbel, die dicht an kalten Wänden oder in geschlossenen Ecken stehen, sammeln mehr Feuchtigkeit aus der Raumluft. Deshalb sollte der Schrank einige Zentimeter von der Wand entfernt stehen; außerdem empfiehlt es sich, Türen und Schubladen täglich für einige Minuten zu öffnen.
Ebenso wichtig ist, was im Schrank verstaut wird. Kleidung aus dem Regen, vom Sport oder aus der Waschküche darf erst eingeräumt werden, wenn sie vollständig trocken ist. Geschlossene Kunststoffhüllen begünstigen zudem Feuchtigkeitskondensation an Anzügen und Abendkleidern. Atmungsaktive Stoffhüllen sind dafür die bessere Wahl.
Sehen Sie sich ein Video auf dem YouTube-Kanal „Ordnen ohne Schnickschnack“ an, das wirksame Methoden gegen den typischen Muffgeruch in Schränken zeigt und erklärt, wie Feuchtigkeit die Kleidung nicht beschädigt:
https://www.youtube.com/watch?v=J3mCbyE8nco
Welche Gewohnheiten helfen besonders gegen Schimmel im Kleiderschrank?
Schon einfache Routinen bei der täglichen Nutzung des Schranks senken das Schimmelrisiko deutlich und verlängern zugleich die Lebensdauer der Kleidung. Sie halten das Schrankinnere trockener, verbessern die Luftzirkulation und verhindern, dass sich Schmutz und Schweiss in verdeckten Bereichen ansammeln.
Besonders sinnvoll sind diese Gewohnheiten während regnerischer Phasen oder in Küstenorten. Dort ist die relative Luftfeuchtigkeit oft höher, sodass der Kleiderschrank häufiger von Schimmel und unangenehmen Gerüchen betroffen ist.
- Nicht zu viele Kleidungsstücke auf einer Ablage stapeln, damit Luft zwischen den Textilien zirkulieren kann.
- Den Schrank regelmässig mit einem leicht angefeuchteten, gut ausgewrungenen Tuch reinigen und anschliessend mit einem trockenen Tuch nachwischen.
- Stark verschmutzte oder feuchte Schuhe nicht im Bereich für Kleidung aufbewahren.
- Schubladen frei von Kunststofffolien oder Papier halten, die die natürliche Belüftung behindern.
- In sehr feuchten Städten oder in Meeresnähe Anti-Schimmel-Behälter oder Luftentfeuchter verwenden.
Welche Möglichkeiten gibt es, die Feuchtigkeit im Kleiderschrank praktisch zu kontrollieren?
Neben guten Gewohnheiten können einige unkomplizierte Hilfsmittel die versteckte Feuchtigkeit im Schrank reduzieren. Sie dienen als zusätzliche Unterstützung, indem sie Wasser aus der Luft aufnehmen und zwischen Schubladen und Regalböden ein weniger günstiges Umfeld für Pilzwachstum schaffen.
Zu den häufig verwendeten Lösungen zählen elektrische Luftentfeuchter, der Entfeuchtungsmodus einer Klimaanlage sowie Anti-Schimmel-Behälter mit Calciumchlorid. Auch Beutel mit Silicagel, Aktivkohle oder saugfähigen Tonmineralien können an strategischen Stellen im Möbel platziert werden.
Wie reinigt man Kleiderschrank und Kleidung, wenn Schimmel bereits vorhanden ist?
Hat sich der Schimmel bereits im Kleiderschrank ausgebreitet, sollte zunächst alles ausgeräumt, befallene Kleidung getrennt und das Möbel zuerst behandelt werden. Wenn keine Textilien mehr darin liegen, verwenden viele Menschen eine milde Mischung aus Wasser und Bleichmittel, die mit einem Tuch aufgetragen wird. Danach folgen ein sauberes feuchtes und anschliessend ein trockenes Tuch. Auf lackierten Oberflächen ist verdünnter weisser Essig meist die schonendere Alternative.
Fleckige Kleidungsstücke sollten entsprechend den Pflegehinweisen gewaschen werden. Bei robusten Stoffen bieten sich verdünnter weisser Essig, Natron und Morgensonne an; empfindliche Teile sollten mit neutralen Waschmitteln behandelt oder in eine Fachreinigung gegeben werden. Nach der Reinigung darf nur vollständig trockene Kleidung wieder eingeräumt werden. Tägliches Lüften in Kombination mit Anti-Schimmel-Behältern kann zudem dazu beitragen, dass das Problem nicht erneut auftritt.
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