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Pflanze im Badezimmer: So hilft sie gegen Feuchtigkeit

Junger Mann stellt einen Farn auf ein Fensterbrett neben eine weitere grüne Zimmerpflanze in hellem Badezimmer.

Eine Pflanze im Badezimmer ist eine natürliche Ergänzung, um die Luftfeuchtigkeit besser zu kontrollieren und den Raum angenehmer zu gestalten. Tropische Arten kommen mit Dampf beim Duschen gut zurecht und können einen Teil des Wassers aus der Raumluft aufnehmen. Sie ersetzen jedoch weder regelmässiges Lüften und Reinigen noch die Reparatur von Feuchtigkeitsschäden.

Weshalb können Pflanzen in feuchten Räumen nützlich sein?

Einige Pflanzen nehmen über ihre Blätter geringe Mengen Feuchtigkeit auf und verwenden dieses Wasser für ihre natürlichen Prozesse. Da viele dieser Arten ursprünglich aus tropischen Wäldern stammen, sind sie häufig gut an Wasserdampf, Wärme und indirektes Licht angepasst, wie es in manchen Badezimmern vorkommt.

Ihr Einfluss auf die Luftfeuchtigkeit im Raum bleibt allerdings begrenzt. Ein Blumentopf ist daher eine unterstützende Massnahme und kein Luftentfeuchter. Sinnvoll ist die Pflanze vor allem in Verbindung mit weiteren Vorkehrungen:

  • Das Fenster nach dem Duschen öffnen;
  • Einen Abluftventilator einsetzen, um Dampf abzuführen;
  • Wände und Duschkabine trocknen;
  • Undichte Armaturen, Rohre und Fugen instand setzen;
  • Teppiche und Vorhänge regelmässig waschen.

Welche Pflanzen eignen sich besonders für das Badezimmer?

Bei der Auswahl sind die Lichtverhältnisse, der vorhandene Platz und die Giesshäufigkeit entscheidend. Pflanzen, die Feuchtigkeit und indirektes Licht gut vertragen, passen sich in der Regel besser an:

  • Bogenhanf, geeignet für Bereiche mit wenig Licht;
  • Einblatt, das indirekte Helligkeit und leicht feuchte Erde bevorzugt;
  • Farn, der an feuchte und gut belüftete Räume angepasst ist;
  • Orchidee, passend für helle Plätze ohne intensive direkte Sonne;
  • Efeu, der sich in Hängeampeln kultivieren lässt;
  • Aloe vera, sofern sie Licht erhält und das Substrat nur wenig gegossen wird.

Wohin sollte der Topf gestellt werden, damit keine Probleme entstehen?

Der Topf sollte in der Nähe einer natürlichen Lichtquelle stehen, jedoch nicht im direkten Wasserstrahl der Dusche oder an einer Stelle, von der er herunterfallen könnte. Stabile Regale, Ablageflächen und Hängehalterungen sorgen für gut belüftete Blätter und verhindern, dass sich Wasser um das Gefäss herum sammelt.

Ebenso wichtig sind ein Topf mit Ablaufloch und das Entfernen von überschüssigem Wasser aus dem Untersetzer. Dauerhaft durchnässtes Substrat kann Pilze bilden, unangenehme Gerüche verursachen und die Feuchtigkeit ausgerechnet in dem Bereich erhöhen, der trocken bleiben soll.

Was verhindert Schimmel tatsächlich?

Schimmel entsteht, wenn Oberflächen über längere Zeit feucht bleiben. Um das Risiko zu verringern, muss der Wasserdampf kontrolliert und das Trocknen nach jedem Duschen beschleunigt werden:

  • Den Abluftventilator während des Duschens einschalten und anschliessend weiterlaufen lassen;
  • Türen und Fenster öffnen, sofern Sicherheit und Aussenbelüftung gewährleistet sind;
  • Duschkabine, Fliesen und Boden mit einem Abzieher trocknen;
  • Nasse Handtücher nicht im Raum liegen oder hängen lassen;
  • Die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer kontrollieren;
  • Flecken untersuchen, die trotz Reinigung erneut auftreten.

Lüftung bleibt der wichtigste Schutz

Eine relative Luftfeuchtigkeit von unter 60%, das Beseitigen von Undichtigkeiten und eine gute Luftzirkulation wirken wirksamer gegen Pilzwachstum. Abluftventilatoren, Fenster und Luftentfeuchter führen deutlich mehr Wasserdampf ab, als eine einzelne Zimmerpflanze aufnehmen kann.

Eine Pflanze, die Feuchtigkeit verträgt, kann den Raum verschönern und diese Massnahmen ergänzen, solange der Topf nicht dauerhaft nass bleibt. Bleiben die Wände feucht, werden Fugen dunkel oder kehrt der Schimmelgeruch zurück, sollte vorrangig die Wasserquelle gefunden und die Trocknung des Raums verbessert werden.

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