Reisen ins Ausland gehören für Menschen in Portugal zunehmend zum Alltag. Einer Studie von ConsumerChoice mit 701 Teilnehmenden zufolge geben 87 % der Befragten an, mindestens einmal im Jahr ins Ausland zu reisen. Neben dem Urlaub zählen dazu auch kurze Wochenendtrips und Geschäftsreisen, bei denen Einkäufe häufig Teil des Erlebnisses sind.
Die Daten zeigen: Wer unterwegs ist, gibt am häufigsten Geld für Mahlzeiten (82 %), Souvenirs (81 %), lokale oder typische Produkte (51 %) sowie Kleidung oder Schuhe (36 %) aus. Im Vergleich zu vor zwei Jahren erklären 31 % der Teilnehmenden, heute mehr im Ausland einzukaufen. 49 % geben dagegen an, ähnlich viel auszugeben wie zuvor.
Trotz der wachsenden Nutzung internationaler Zahlungsmittel kennen viele Verbraucherinnen und Verbraucher die Kosten von Einkäufen außerhalb Portugals weiterhin nicht vollständig.
Zahlungen und Zusatzkosten bei Einkäufen im Ausland
Laut ConsumerChoice informieren sich 18 % der Befragten vor der Reise nicht und prüfen nach ihrer Rückkehr auch nicht, ob zusätzliche Gebühren berechnet wurden. „Die zunehmende Nutzung digitaler Karten und Mehrwährungslösungen hat internationale Zahlungen erleichtert und Einkäufe schneller und bequemer gemacht. Diese Einfachheit kann jedoch ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen“, erläutert die Studie.
Als häufigste Kosten nennen die Teilnehmenden Bankgebühren (21 %), Gebühren für die Währungsumrechnung (21 %) sowie Zollabgaben oder Schwierigkeiten bei Rückgaben und Garantien (18 %). Diese Werte verdeutlichen, dass der tatsächlich für ein Produkt gezahlte Betrag für viele Verbraucherinnen und Verbraucher höher ausfallen kann als erwartet, weil Gebühren nicht immer bereits beim Kauf erkennbar sind.
Informationslücken bei Zahlungen im Ausland
Die Untersuchung weist außerdem auf Defizite bei den verfügbaren Verbraucherinformationen hin. Rund 9 % der Befragten sagen, dass sie die Unterschiede zwischen einer Zahlung in Euro und in der Landeswährung nicht kennen. 23 % wissen nach eigener Aussage nicht über ihre Gewährleistungsrechte bei Einkäufen innerhalb der Europäischen Union Bescheid. Darüber hinaus fühlen sich 18 % über die Regeln und Kosten für Zahlungen und Einkäufe im Ausland wenig oder gar nicht informiert.
„In einer Zeit, in der Reisen zugänglicher sind als je zuvor, ist es ebenso wichtig, informiert zu sein wie das Reiseziel auszuwählen. Die Zahlungsregeln zu kennen, die damit verbundenen Kosten zu verstehen und zu wissen, welche Rechte bei Problemen gelten, kann den Unterschied zwischen einem guten Einkaufserlebnis und einer unerwarteten Ausgabe ausmachen. Reisen ohne Überraschungen hängt nicht allein vom verfügbaren Budget ab. Es hängt vor allem von den Informationen ab, die wir mitnehmen“, schließen die Autoren der Studie.
Die „Verbraucherminute“ ist ein Projekt, das Ihre Fragen klären und Ihnen helfen soll, fundiertere Entscheidungen zu treffen. Folgen Sie dem Projekt bei Expresso Online und im Programm von SIC Notícias. Diese Initiative wird von der Wahl der Verbraucher unterstützt.
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