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Natürlicher Flüssigdünger aus Bananenschalen für Pflanzen

Person gießt Flüssigkeit aus Messbecher in Gießkanne auf sonnigem Balkon mit Pflanzen und Obst wachsend.

Die Verwendung von natürlichem Flüssigdünger aus Bananenschalen wird bei Menschen, die Gemüsebeete, Gärten und Topfpflanzen pflegen, immer beliebter. Denn dabei wird ein gewöhnlicher Küchenrest in einen Dünger verwandelt, der die Pflanzenentwicklung unterstützt, Abfälle verringert und die Abhängigkeit von Industrieprodukten reduziert. Er eignet sich sowohl für kleine Bereiche als auch für größere Gärten.

Was ist Flüssigdünger aus Bananenschalen und wofür wird er verwendet?

Flüssigdünger aus Bananenschalen ist eine Mischung aus Wasser und frischen oder getrockneten Schalen, die für eine gewisse Zeit ziehen gelassen wird, damit sie Nährstoffe abgeben. Er enthält meist vor allem Kalium sowie geringe Mengen an Phosphor, Kalzium und Magnesium, die für die allgemeine Kräftigung der Pflanzen wichtig sind.

Dieser Dünger dient vor allem dazu, die Nährstoffversorgung zu ergänzen, insbesondere während der Blüte und Fruchtbildung. Er kann die Entwicklung stabilerer Blüten und besser ausgebildeter Früchte fördern. In Stadtgärten wird er häufig zusammen mit festem organischem Kompost und einer Mulchschicht aus trockenen Pflanzenresten eingesetzt und ist damit Teil einer umfassenderen, nachhaltigen Pflege.

Wie lässt sich natürlicher Flüssigdünger mit Bananenschalen herstellen?

Für diesen Dünger gibt es verschiedene Zubereitungsarten, die sich hinsichtlich Ziehzeit und Aufbewahrung unterscheiden. Die Wasserinfusion ist die einfachste Methode: Sie erfordert keine komplizierte Ausrüstung und lässt sich in kleinen Mengen ansetzen, um Verschwendung und intensive Gerüche zu vermeiden.

Eine verbreitete Hausmethode funktioniert so:

  1. Schalen auswählen: Frisch angefallene Bananenschalen beiseitelegen und schimmelige oder stark verfärbte Stellen aussortieren.
  2. Kurz abspülen: Die Schalen unter fließendem Wasser abwaschen, um mögliche Schmutzreste zu entfernen.
  3. Klein schneiden: Die Bananenschalen in kleinere Stücke zerteilen, damit die Nährstoffe leichter ins Wasser übergehen.
  4. In ein Gefäß geben: Ein gründlich gereinigtes Glas- oder Kunststoffgefäß mit Deckel verwenden.
  5. Wasser auffüllen: Die Schalen vollständig mit gefiltertem Wasser oder abgestandenem Leitungswasser bedecken.
  6. Ziehen lassen: Das Gefäß für 24 bis 72 Stunden an einen luftigen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung stellen.
  7. Mischung abseihen: Nach der Ziehzeit die Schalen entfernen und nur die Flüssigkeit behalten.
  8. Aufbewahren: Den Flüssigdünger im Kühlschrank oder an einem kühlen Ort lagern und innerhalb weniger Tage verwenden.

Die Ziehzeit sollte nicht zu lang sein, damit keine übermäßige Gärung einsetzt und keine Insekten angelockt werden. Die abgesiebten Schalen können in den Kompost gegeben, in Beete eingearbeitet oder mit anderen organischen Resten vermischt werden, sodass das Material möglichst vollständig genutzt wird.

Wie wird Dünger aus Bananenschalen sicher an Pflanzen angewendet?

Bei natürlichem Flüssigdünger aus Bananenschalen sind eine passende Verdünnung und die richtige Anwendungshäufigkeit entscheidend. Üblicherweise wird ein Teil Dünger mit drei bis vier Teilen sauberem Wasser gemischt. Die Lösung wird direkt am Pflanzenfuß ausgebracht, ohne die Erde zu durchnässen.

Für die korrekte Anwendung bei verschiedenen Kulturen helfen diese praktischen Hinweise:

  • Topfpflanzen: Den verdünnten Dünger alle 15 oder 20 Tage geben und darauf achten, dass Wasser durch die Abzugslöcher ablaufen kann.
  • Hausgärten und Gemüsebeete: Den Dünger nahe am Stängel ausbringen, ohne besonders empfindliche Blätter direkt zu benetzen.
  • Zierpflanzen: Seltener düngen und die Reaktion der jeweiligen Pflanzenart beobachten.
  • Blattspritzung: Bei einer Anwendung auf den Blättern stärker verdünnen und zu Zeiten mit weniger Sonne sprühen.

Dieser Dünger sollte nicht als einzige Nährstoffquelle dienen, sondern eine gut gepflegte Erde mit organischer Substanz und ausgewogener Bewässerung ergänzen. Dadurch sinkt das Risiko eines Salzüberangebots und von Nährstoffungleichgewichten.

Welche Vorsichtsmaßnahmen und Varianten können diesen Dünger verbessern?

Bei der Herstellung des natürlichen Flüssigdüngers sind saubere Behälter, eine mäßige Ziehzeit und die Lagerung an kühlen Orten wichtig. Das hilft, starke Gerüche und die Vermehrung unerwünschter Mikroorganismen zu vermeiden. Deshalb ist es besser, kleine Mengen herzustellen und diese innerhalb weniger Tage zu verbrauchen, statt große Vorräte zu lagern.

Eine praktische Variante besteht darin, die Schalen in der Sonne oder im Backofen zu trocknen, zu Pulver zu vermahlen und erst unmittelbar vor der Anwendung mit Wasser zu vermischen. Das erleichtert die Lagerung. Bananenschalen lassen sich zudem mit zerkleinerten Eierschalen oder einer kleinen Menge Kaffeesatz kombinieren, um ausgewogenere Mischungen zu erhalten. Diese wirken besonders gut, wenn sie mit Maßnahmen wie guter Bodendrainage, angemessener Bewässerung und einer auf die jeweilige Pflanzenart abgestimmten Lichtmenge verbunden werden.

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